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That’s not a hat – Produktbild
ab 8 J. · ★ 3,9

That’s not a hat

Geschenke verdeckt weiterreichen und sich merken, was wo liegt – wer schwindelt, kann auffliegen. Ein gemeines kleines Gedächtnis- und Bluffspiel.

So spielt es sich

Alle haben eine Bildkarte offen vor sich (Gitarre, Brokkoli). Zum Start wird eine neue Karte gezeigt, umgedreht und verschenkt – wohin, sagt der Pfeil auf der Rückseite: «Ich habe hier ein schönes Buch für dich.» Wer annimmt, reicht sein älteres Geschenk verdeckt weiter und sagt an, was es angeblich ist. Wer zweifelt («Das ist kein Buch!»), deckt auf: Wer falsch lag, kassiert die Karte als Minuspunkt und verschenkt eine neue. Hat jemand drei Minuspunkte, endet die Partie; wer die wenigsten hat, gewinnt.

Was es fördern kann

Im Zentrum steht das Arbeitsgedächtnis: Neue Geschenke sind nur kurz zu sehen, danach gilt es festzuhalten, was bei wem liegt, und bei jeder Weitergabe zu aktualisieren – auch wenn man nicht dran ist. Schon weitergereichte Gegenstände funken dazwischen und müssen gehemmt werden. Beim Zweifeln kommt Perspektivenübernahme hinzu: Weiss die Nachbarin wirklich, was sie verschenkt, oder blufft sie? Und wer vor allen danebenliegt, übt Gelassenheit.

Arbeitsgedächtnis●●●●●
Perspektivenübernahme●●●●●
Frustrationstoleranz●●●●●
Stimmen aus der Community: Die Jury Spiel des Jahres setzte Kasper Lapps Kartenspiel 2023 auf ihre Empfehlungsliste; im selben Jahr war es für das französische As d’Or nominiert. Gelobt werden schnell erklärte Regeln und viel Gelächter. Kritik: anstrengend, macht manche nervös, nach zwei, drei Partien reicht es meist.
Unser Tipp für Eltern: Zu dritt oder viert beginnen: Es kreisen weniger Karten. Als Merkhilfe Person und Gegenstand verknüpfen («Papa – Gitarre»). Fortgeschrittene starten laut Anleitung mit je zwei Geschenken.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 8, die Merkspiele lieben
  • Kinder, die gern ein Pokerface aufsetzen
  • Kurzer Auftakt oder Ausklang am Spieleabend

Weniger geeignet für

  • Kinder, denen Fehler vor anderen peinlich sind
  • Grosse Runden, die lockeren Partyspass suchen

Unser Fazit

That’s not a hat lohnt sich als kurzes Merk- und Bluffspiel für Familien mit Kindern ab 8 Jahren, am besten in kleiner Runde um vier Personen. Die Regeln sind schnell erklärt, es gibt viel Gelächter, und 2023 stand es auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres. Die Grenzen: Es ist anstrengend, meist genügen wenige Partien, und in grossen Runden wird es deutlich schwerer.

So gelingt der Einstieg

  • Wer zweifelt, muss den richtigen Gegenstand nicht kennen: Es genügt zu sagen, dass die Ansage nicht stimmt. Wer danebenlag, kassiert die Karte als Minuspunkt.
  • Kindern, denen Fehler peinlich sind, vorab sagen, dass sich alle irren: Laut Rezensionen werden sogar offen liegende Gegenstände falsch angesagt.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Ravensburger enthält die Schachtel 110 Karten, das Spiel ist für 3 bis 8 Personen ab 8 Jahren gedacht. Die Anleitung liegt auf Deutsch, Französisch, Niederländisch und Italienisch vor. Eine Variante der Anleitung startet mit je zwei Geschenken. Die Jury Spiel des Jahres empfiehlt 3 bis 6 Personen, Harald Schrapers von gamesweplay.de nennt etwa vier am besten und sieht in dem Spiel trotz der Angabe bis 8 kein Grossgruppenspiel. Reich der Spiele findet es in grösseren Gruppen deutlich schwerer, und Spieletest.at nennt die Schwierigkeit stark von der Spielerzahl abhängig, weil mehr Karten am Tisch liegen.

Was Rezensionen sagen

Die Jury Spiel des Jahres setzte That’s not a hat 2023 auf die Empfehlungsliste und nennt es ein «amüsantes Merkspiel». Beim französischen As d’Or 2023 stand es in der Auswahl der Kategorie Jeu de l’année, Preisträger war Akropolis. Harald Schrapers (gamesweplay.de) lobt, dass es rasend schnell erklärt ist, einen verblüffenden Flow hat und sehr lustig ist. Udo Bartsch von Rezensionen für Millionen schätzt viel Spiel aus wenigen Regeln und starke Emotionen. Er findet es aber anstrengend: Nach ein bis drei Partien in Folge sei genug, es mache nervös, und manchen seien eigene Lücken peinlich. Die Pöppelkiste hält es für unterhaltsam über zwei bis drei Partien, einen ganzen Abend trage es nicht.

Im Vergleich

Memoarrr! (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) fordert wie That’s not a hat das Arbeitsgedächtnis. Es eignet sich für Familien, denen Memory zu eintönig ist, weniger für Kinder, die frühes Ausscheiden schwer verkraften. Hanabi (ab 8, 2 bis 5 Personen, ca. 25 Minuten) verlangt wie That’s not a hat Arbeitsgedächtnis und Perspektivenübernahme. Es passt zu konzentrierten Schulkindern ab 8, die gern knobeln, weniger zu unruhigen Runden. That’s not a hat setzt dagegen auf Bluff und passt zu Kindern, die gern ein Pokerface aufsetzen, weniger zu grossen Runden, die lockeren Partyspass suchen.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich That’s not a hat?

Die Altersangabe lautet ab 8 Jahren. Bereit ist ein Kind, wenn es sich mehrere Gegenstände samt Besitzern kurz merken kann und Fehler vor allen gelassen nimmt. Wem Patzer schnell peinlich sind, der hat mit dem Spiel eher wenig Freude.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 10 Minuten. Es spielen 3 bis 8 Personen gegeneinander, am besten funktioniert es laut einer Rezension mit etwa vier. Die Partie endet, sobald jemand drei Minuspunkte hat.

Was kann That’s not a hat fördern?

Das Spiel kann das Gedächtnis fördern: Wer einen neuen Gegenstand nur kurz gesehen hat, muss sich merken, wer was hält, und diese Zuordnung bei jedem Weiterreichen anpassen, selbst wenn andere an der Reihe sind. Zugleich gilt es, bereits weitergereichte Gegenstände auszublenden.

Trägt das Spiel einen ganzen Spieleabend?

Eher nicht. Mehrere Rezensionen halten zwei bis drei Partien in Folge für genug; zudem gilt es als anstrengend und macht manche nervös. Zum Einstieg oder Abschluss eines Spieleabends passt es gut.

Förderprofil

Gedächtnis – merken, aktualisieren und gezielt erinnern

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