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Dorfromantik – Produktbild
ab 8 J. · ★ 4,2

Dorfromantik

Plättchen aneinanderlegen und eine immer schönere Landschaft wachsen lassen – ein ruhiges, kooperatives Aufbauspiel mit Sogwirkung.

So spielt es sich

Alle spielen zusammen auf einen hohen Punktestand. Wer am Zug ist, deckt ein sechseckiges Plättchen auf, die Gruppe berät, wo es hinkommt; nur Fluss und Gleis müssen passend anschliessen, Wald, Getreide und Dorf dürfen frei aneinandergrenzen. Bis zu drei Aufträge liegen offen, etwa ein Dorf aus genau fünf Plättchen. Am Ende zählen Aufträge, abgeschlossene Gebiete mit Fahne, längster Fluss und längstes Gleis; die Punkte schalten über mehrere Partien verschlossene Schachteln frei.

Was es fördern kann

Kern ist vorausschauendes Planen mit Zahlen: Ein Auftrag gilt nur bei genau vier, fünf oder sechs Plättchen. Hat das Dorf vier und verlangt der Auftrag fünf, darf es weder über fünf hinauswachsen noch bei vier abgeriegelt werden. Weil die kommenden Plättchen verdeckt bleiben, gehört Umplanen dazu. Das Drehen jedes Sechsecks fordert visuell-räumliche Verarbeitung, mehrere offene Aufträge zugleich das Arbeitsgedächtnis. Im Gespräch üben alle, Ideen zu begründen.

Vorausschauendes Planen●●●●●
Räumliches Denken●●●●●
Teamabsprache●●●●●
Stimmen aus der Community: Spiel des Jahres 2023 und Platz 2 beim Deutschen Spiele Preis 2023. Die Jury lobte, dass das Spiel den Druck nimmt: Verlieren kann man nie, neue Ziele kommen laufend hinzu. Rezensionen loben die gemütliche Puzzelei, bemängeln den Glücksanteil beim Aufdecken und sehen den Reiz bei zwei bis drei Personen.
Unser Tipp für Eltern: Bei Uneinigkeit entscheidet laut Regel, wer am Zug ist – auch das Kind. Vor dem Anlegen gemeinsam laut zählen, wie gross das Gebiet schon ist.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 8, die gern in Ruhe tüfteln
  • Kinder, denen Verlieren schwerfällt
  • Eltern-Kind-Duos und kleine Runden über viele Abende

Weniger geeignet für

  • Grosse Runden – man ist selten am Zug
  • Kinder, die Tempo, Action oder Wettkampf suchen

Unser Fazit

Dorfromantik lohnt sich für Familien im kleinen Kreis, etwa Eltern mit Kind, die gemeinsam in Ruhe tüfteln wollen: Es gibt keine Verlierer, und die Kampagne bietet Stoff für viele Abende. Grenzen setzen der Glücksanteil beim Aufdecken der Plättchen und der nachlassende Reiz in grösseren Gruppen, in denen man selten am Zug ist.

So gelingt der Einstieg

  • Die verschlossenen Schachteln erst öffnen, wenn das Kampagnenblatt es erlaubt: Die Punkte aus mehreren Partien schalten sie nach und nach frei.
  • Zu zweit oder zu dritt beginnen, denn in grösseren Runden kommt man selten an die Reihe.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Pegasus Spiele ist Dorfromantik ein kooperatives Legespiel mit sechseckigen Landschaftsplättchen für 1 bis 6 Personen ab 8 Jahren und die Umsetzung des Videospiels von Toukana Interactive. Die Autoren sind Lukas Zach und Michael Palm. Fünf Schachteln sind zunächst verschlossen; die wiederspielbare Kampagne schaltet sie laut Regel über ein Kampagnenblatt frei. Laut Regel müssen nur Fluss und Gleis passend fortgesetzt werden, Wald, Getreide und Dorf dürfen beliebig angrenzen.

Was Rezensionen sagen

Die Jury Spiel des Jahres, die Dorfromantik 2023 auszeichnete, schreibt, das Spiel nehme den Druck und verlieren könne man nie; die Kampagne locke zu neuen Partien, und erklärt sei es schnell. Beim Deutschen Spiele Preis 2023 belegte es laut Wikipedia Platz 2 hinter Planet Unknown. Udo Bartsch beschreibt es in Rezensionen für Millionen als gemütliche Puzzelei, die belohnt statt bestraft; alle Informationen seien offen, auch solo sei es spielbar, der Glücksfaktor aber nicht unerheblich. Harald Schrapers nennt es auf gamesweplay.de ruhig und ohne Zeitdruck, mit spielerischem Sog; es sei für 1 bis 6 Personen gedacht, besser aber zu zweit oder zu dritt; in grösseren Gruppen sei selten gemeinsames Überlegen nötig.

Im Vergleich

Azul (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 30 bis 45 Minuten) teilt mit Dorfromantik den Förderbereich Logik und Planen und fordert wie dieses vorausschauendes Planen und räumliches Denken. Kindern, die Minuspunkte schwer verkraften, liegt Azul weniger. Harmonies (ab 10, 1 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) fordert wie Dorfromantik vorausschauendes Planen und räumliches Denken; bei beiden wächst eine Landschaft, aber bei Harmonies baut jede Person auf dem eigenen Tableau. Runden, die viel direkte Interaktion suchen, liegt Harmonies weniger. Dorfromantik passt zu Kindern ab 8, die gern in Ruhe tüfteln, sowie zu Eltern-Kind-Duos und kleinen Runden über viele Abende; in grossen Runden ist man selten am Zug, und Kindern, die Tempo, Action oder Wettkampf suchen, liegt es weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Dorfromantik?

Dorfromantik ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, das gern in Ruhe knobelt und Plättchenzahlen im Blick behalten kann. Wer es lieber schnell, actionreich oder kämpferisch mag, wird weniger Freude haben.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 30 bis 60 Minuten, und es spielen 1 bis 6 Personen, auch allein. Alle spielen zusammen auf einen hohen Punktestand. Rezensionen sehen den Reiz bei 2 bis 3 Personen, eine rät von mehr als vier ab.

Was kann Dorfromantik fördern?

Das Spiel kann Logik und Planen sowie das Miteinander fördern. Ein Auftrag verlangt eine exakte Plättchenzahl, also muss das Dorf gezielt wachsen, und die Gruppe begründet gemeinsam, wohin ein Plättchen kommt.

Was, wenn ein Kind nicht gern verliert?

Alle spielen als Team auf einen gemeinsamen Punktestand, einen Gegner gibt es nicht. Die Jury des Spiels des Jahres lobte zudem, dass der Druck entfällt, weil man nie verlieren kann.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen
Miteinander – Regeln einhalten, abwechseln, sich in andere hineinversetzen; bei kooperativen Spielen gemeinsam gewinnen

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