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Harmonies – Produktbild
ab 10 J. · ★ 4,0

Harmonies

Farbige Steine setzen, Landschaften formen und mit passenden Lebensräumen Tiere anlocken – ein wohlig-puzzliges Aufbauspiel mit viel Ruhe.

So spielt es sich

Auf dem eigenen Tableau wächst eine Landschaft aus farbigen Holzsteinen: Blau ergibt Wasser, Grau stapelt sich zu Bergen, Braun und Grün zu Bäumen, Gelb bildet Felder, Rot Gebäude. Reihum nimmt man eines von fünf Dreier-Sets aus der Mitte und legt alle drei Steine. Dazu darf man eine Tierkarte nehmen, höchstens vier gleichzeitig. Zeigt die Landschaft das Kartenmuster, kommt ein Tierwürfel auf den passenden Stein. Wer mit Landschaft und Tieren am meisten punktet, gewinnt.

Was es fördern kann

Harmonies fordert vor allem vorausschauendes Planen: Jeder Stein soll Landschaftspunkte bringen und zugleich Platz für künftige Tiere lassen. Mehrere Tiermuster im Blick zu behalten, beansprucht das Arbeitsgedächtnis. Muster dürfen in jeder Ausrichtung entstehen, Baum- und Berghöhen müssen genau stimmen: Das fordert räumliches Denken. Schnappt jemand das ersehnte Set weg oder fällt der Nachschub anders aus, heisst es umplanen – das verlangt kognitive Flexibilität.

Vorausschauendes Planen●●●●●
Räumliches Denken●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Stimmen aus der Community: Harmonies steht auf der Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2024, gewann den Swiss Gamers Award 2024 und war für das As d’Or 2025 nominiert. Ein Jurymitglied lobt die elegante Verzahnung von Landschafts- und Tierwertung. Rezensionen loben Holzmaterial und Illustrationen, kritisieren aber geringe Interaktion – jeder puzzelt für sich – und die Nähe zu Azul und Cascadia.
Unser Tipp für Eltern: Die Anleitung empfiehlt für erste Partien Seite A ohne Naturgeistkarten und Tierkarten mit verschiedenfarbigen Randstreifen. Anfangs gemeinsam nach jedem Stein prüfen, ob ein Tier einziehen kann.

Besonders geeignet für

  • Tüftelnde Kinder ab 10, die gern optimieren
  • Ruhige Familienabende ohne direkte Angriffe
  • Kinder, die auch allein knobeln (Solomodus)

Weniger geeignet für

  • Runden, die viel direkte Interaktion suchen
  • Familien, die schon Azul oder Cascadia besitzen

Unser Fazit

Harmonies lohnt sich für ruhige Familienabende und für Kinder ab 10 Jahren mit Spass am Optimieren von Landschaften und Tiermustern: Eine Rezension nennt es leicht zugänglich, das Holzmaterial und die Illustrationen gefallen, und es lässt sich auch allein spielen. Grenzen setzen die geringe Interaktion, weil jede Person an der eigenen Landschaft arbeitet, der Zufall bei Steinen und Tierkarten und die Ähnlichkeit zu Azul und Cascadia.

So gelingt der Einstieg

  • Daran denken, dass höchstens vier Tierkarten gleichzeitig ausliegen dürfen.
  • Das Spielende im Blick behalten: Es naht, wenn der Beutel leer ist oder höchstens zwei Felder frei sind.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Die Spielanleitung nennt Spielsteine in sechs Farben, der Verlag Libellud 120 farbige Holzsteine. Harmonies ist für 1 bis 4 Personen gedacht; die Anleitung enthält einen Solomodus. Für erste Partien empfiehlt die Anleitung Seite A und Tierkarten mit verschiedenfarbigen Streifen; Naturgeistkarten kommen erst nach einigen Partien dazu. Autor ist Johan Benvenuto, illustriert hat Maëva Da Silva.

Was Rezensionen sagen

Harmonies stand 2024 auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres und lag beim Swiss Gamers Award 2024, über den Spielclubs, Ludotheken und Spielvereinigungen abstimmen, vor Castle Combo und Bomb Busters. Jurymitglied Karsten Grosser lobt die elegante Verzahnung von Landschafts- und Tierwertung, die Holzsteine, die indirekte Interaktion über die gemeinsame Auslage und die Konzentration auf das eigene Tableau. Reich der Spiele lobt das Material, bemerkt wenig Interaktion – jeder puzzele vor sich hin –, hält es für nicht innovativ, sieht eine Nähe zu Cascadia und Azul und nennt es ein Wohlfühlspiel. Vindjeu lobt Holzjetons und Illustrationen und nennt es leicht zugänglich, sieht aber kaum Interaktion, Zufall bei Steinen und Tierkarten und eine mechanische Nähe zu Azul und Cascadia.

Im Vergleich

Azul (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 30 bis 45 Minuten) teilt mit Harmonies den Förderbereich Logik und Planen, fordert wie Harmonies räumliches Denken und hat textfreies Material. Wettlauf nach El Dorado (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 45 bis 60 Minuten) fordert wie Harmonies vorausschauendes Planen und kognitive Flexibilität; dort versperren fremde Figuren Felder, und ungeduldigen Kindern ist der Start zäh. Harmonies lässt sich als einziges der drei Spiele auch allein spielen, passt zu tüftelnden Kindern ab 10 und ruhigen Familienabenden ohne direkte Angriffe; Runden, die viel direkte Interaktion suchen, und Familien, die schon Azul oder Cascadia besitzen, liegt es weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Harmonies?

Harmonies ist ab 10 Jahren angegeben, die Spiel-des-Jahres-Jury stuft die Anforderung als mittel ein. Bereit ist ein Kind, das gern plant und optimiert und auch ruhig für sich arbeiten mag. Wer viel direkte Interaktion sucht, wird weniger Freude daran haben.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 30 Minuten, und es spielen 1 bis 4 Personen; allein gibt es einen Solomodus. Zu mehreren wetteifert man ohne direkte Angriffe: Wer mit Landschaft und Tieren am meisten punktet, gewinnt.

Was kann Harmonies fördern?

Das Spiel kann Logik und Planen fördern. Bei jedem Stein ist abzuwägen, ob er der Landschaft Punkte bringt oder einem späteren Tier Platz lässt; Tiermuster gelingen in beliebiger Drehung, doch die Höhen müssen genau stimmen. Wird ein ersehntes Set weggeschnappt, muss neu geplant werden.

Gibt es viel Interaktion?

Nein, jede Person arbeitet an der eigenen Landschaft; indirekt wirkt nur die gemeinsame Auslage, aus der jemand das ersehnte Set wegnehmen kann. Rezensionen kritisieren das, loben aber das ruhige Wohlfühlspiel.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen

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