So spielt es sich
Zwei Priester ringen um zwölf durch Linien verbundene Inseln. Eine Inselkarte erlaubt, ein Stäbchen auf eine freie Linie dieser Insel zu legen; zwei passende Karten entfernen ein gegnerisches Stäbchen. Wer mehr als die Hälfte der Linien einer Insel hält, setzt seinen Kahuna-Stein darauf – alle gegnerischen Stäbchen dort verschwinden, was Nachbarinseln kippen kann. Man spielt beliebig viele Karten, zieht aber nur eine nach. Gewertet wird dreimal, die meisten Punkte gewinnen: Die Inselmehrheit zählt erst 1, dann 2 Punkte, zuletzt den Vorsprung in Inseln.
Was es fördern kann
Kahuna belohnt, wer mehrere Züge vorausdenkt: Ein Stäbchen an der richtigen Stelle sichert eine Insel, die gegnerischen Stäbchen dort fallen weg – und plötzlich verliert das Gegenüber auch die Nachbarinsel. Solche Kettenreaktionen im Kopf durchzuspielen, fordert Planen und Arbeitsgedächtnis. Weil nur eine Karte nachkommt, kann es sich lohnen, Karten für einen Mehrfachzug zu sammeln. Weil ein einziger Zug das Netz umwerfen kann, braucht es kognitive Flexibilität: Pläne loslassen, neu bewerten, umschwenken.
Besonders geeignet für
- Taktikfreudige Kinder ab 10 Jahren
- Paare und Eltern-Kind-Duelle
- Kinder, die gern mehrere Züge vorausdenken
Weniger geeignet für
- Grössere Familienrunden – nur für zwei
- Kinder, die Rückstand und Kartenpech schlecht verkraften
Unser Fazit
Kahuna lohnt sich für Paare und für Duelle zwischen Eltern und taktikfreudigen Kindern ab 10, die mehrere Züge im Voraus planen. Die Anleitung ist kurz und eindeutig, das Spiel ruhig und taktisch; es stand 1999 auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres und erhielt 2000 in Frankreich den Super As d’Or. Grenzen sind das reine Zweierspiel und das Kartenglück, denn ein klarer Rückstand lässt sich schwer wettmachen.
So gelingt der Einstieg
- Die Kettenreaktion zuerst zeigen: Wer mehr als die Hälfte der Linien einer Insel hält, setzt dort den Kahuna-Stein, und alle gegnerischen Stäbchen dieser Insel verschwinden. Das kann Nachbarinseln kippen.
- Erklären, dass beliebig viele Karten gespielt werden, aber nur eine nachgezogen wird, bei höchstens fünf Handkarten. Wer Karten sammelt, kann später einen Mehrfachzug machen.
- Vorab die drei Wertungen nennen: Die Inselmehrheit zählt erst 1, dann 2 Punkte, zuletzt zählt der Vorsprung in Inseln.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Spielregel treten zwei Personen auf zwölf Inseln an; 24 Inselkarten gehören dazu, zwei je Insel. Man spielt beliebig viele Karten, zieht aber nur eine nach und hat höchstens fünf Handkarten. Gewertet wird dreimal: erst mit 1 Punkt, dann mit 2 Punkten, zuletzt zählt die Differenz. Als Handicap setzt die schwächere Person nach dem Austeilen ein bis drei Stäbchen frei.
Was Rezensionen sagen
Die Jury des Spiels des Jahres nennt die einfache Regel die Basis für ein vielschichtiges Spiel. Laut Wikipedia stand Kahuna 1999 auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres, wie die Vorauswahl zwischen 1999 und 2003 hiess, und erhielt 2000 den Super As d’Or. Reich der Spiele nennt die Regel kurz und eindeutig und Kahuna ein ruhiges Taktikspiel, bei dem es Zeit braucht, die Übersicht zu behalten und die Möglichkeiten durchzudenken; anfangs habe die zufällige Kartenverteilung Zweifel geweckt. spieletest.at hält den Glücksfaktor für ein Strategiespiel für zu hoch: Wer zurückliege, könne kaum noch gewinnen.
Im Vergleich
Kamisado (ab 10, 2 Personen, ca. 30 Minuten) hat wie Kahuna (ab 10, 2 Personen, ca. 30–40 Minuten) Alter, Spielerzahl und den Förderbereich Logik & Planen; Kahuna fordert zusätzlich Flexibilität. Kamisado kommt ohne Würfelglück aus; bei Kahuna sind Kinder, die Rückstand und Kartenpech schlecht verkraften, weniger gut aufgehoben. My City (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) teilt mit Kahuna das Alter und beide Förderbereiche, Logik & Planen und Flexibilität, lässt sich aber auch zu dritt oder zu viert spielen. Bei My City wachsen die Regeln schrittweise, und die Kampagne lebt von festen Gruppen. Kinder, die Kartenpech schlecht verkraften, sind bei My City wie bei Kahuna weniger gut aufgehoben.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Kahuna?
Kahuna ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es gern mehrere Züge vorausdenkt und Rückstand oder Kartenpech verkraftet. Für grössere Familienrunden ist es nicht gedacht, denn es spielt sich nur zu zweit.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Es spielen 2 Personen gegeneinander um zwölf Inseln. Gewertet wird dreimal, und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.
Was kann Kahuna fördern?
Im Zentrum stehen Logik und Planen sowie Flexibilität. Mit einem klug gesetzten Stäbchen erobert man eine Insel samt Kahuna-Stein, die gegnerischen Stäbchen dort verschwinden, und womöglich kippt auch die Nachbarinsel. Solche Folgen vorauszuberechnen, verlangt Planen; Pläne rechtzeitig zu ändern, verlangt Flexibilität.
Was, wenn ein Kind klar zurückliegt?
Das kann entmutigen: Wer zurückliegt, holt laut einer Rezension kaum noch auf, und das Kartenglück gilt mitunter als hoch. Für ungleiche Erfahrung kennt die Anleitung ein Handicap für die weniger erfahrene Person.



