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The Mind – Produktbild
ab 8 J. · ★ 4,0

The Mind

Ohne ein Wort Karten in aufsteigender Reihenfolge ablegen – das Team muss ein stilles Gespür füreinander entwickeln. Faszinierend ungewöhnlich.

So spielt es sich

Gespielt wird im Team mit 100 Zahlenkarten. In Level 1 erhält jede Person eine Karte, in Level 2 zwei und so weiter. Ohne Reihenfolge, Worte oder Zeichen müssen alle Handkarten aufsteigend auf einen Stapel wandern – wer glaubt, die niedrigste zu halten, legt sie. Liegt noch eine kleinere Karte in einer Hand, verliert das Team ein Leben. Ein Wurfstern lässt bei Einigkeit alle ihre niedrigste Karte ablegen. Ziel: alle Level schaffen (zu zweit zwölf, zu viert acht).

Was es fördern kann

Gefordert ist vor allem Impulskontrolle: Wer nach der 40 die 61 hält, muss die Spannung aushalten und warten. Dazu kommt ein Gefühl für den richtigen Moment – laut Regel synchronisiert das Team sein Zeitgefühl, gezählt wird nicht. Gefragt sind ausserdem Daueraufmerksamkeit und Zahlengefühl bis 100. Und man versetzt sich in die anderen: Lange Stille kann heissen, dass niemand eine Karte dazwischen hält.

Impulskontrolle●●●●●
Zeitgefühl●●●●●
Perspektivenübernahme●●●●●
Stimmen aus der Community: Für das Spiel des Jahres 2018 nominiert, ausgezeichnet mit dem As d’Or – Jeu de l’Année 2019. Die Spiel-des-Jahres-Jury sprach von einer erstaunlichen Erfahrung. Rezensionen loben Spannung und leichten Einstieg; kritisiert werden die Abhängigkeit von der Runde, mögliche Frustration, wenn das Team nicht zusammenfindet, und die geringe Strategietiefe.
Unser Tipp für Eltern: Das Ritual ernst nehmen: Hand flach auf den Tisch, bis alle bereit sind; mit «Stopp» konzentriert sich das Team jederzeit neu. Mit Achtjährigen anfangs ein, zwei Extraleben erlauben.

Besonders geeignet für

  • Schulkinder ab 8, sicher im Zahlenraum bis 100
  • Familien, die lieber miteinander als gegeneinander spielen
  • Gelegenheitsspieler, die kurze Regeln mögen

Weniger geeignet für

  • Unruhige Runden – es braucht Konzentration
  • Taktiker, die planen und kontrollieren wollen

Unser Fazit

The Mind lohnt sich für Familien mit Schulkindern ab 8 Jahren, die als Team zusammen gewinnen oder verlieren möchten. Das Spiel wurde 2018 zum Spiel des Jahres nominiert und gewann 2019 den As d’Or; es lebt von der Spannung in der Stille. Grenzen: Es spaltet die Meinungen, braucht eine ruhige Runde und bietet kaum Strategie.

So gelingt der Einstieg

  • Level und Leben richten sich nach der Spielerzahl: Zu zweit sind zwölf, zu dritt zehn, zu viert acht Level zu schaffen, und es gibt so viele Leben wie Mitspielende.
  • Den Wurfstern vorab erklären: Er wird mit erhobener Hand vorgeschlagen, und bei Zustimmung aller legt jede Person ihre niedrigste Karte ab.
  • Statt Sekunden mitzuzählen, auf die anderen achten und auch lange Pausen deuten, denn diese verraten etwas über die Karten in den Händen.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Die Schachtel enthält 100 Zahlenkarten sowie Leben und Wurfsterne (französisch étoiles à lancer, italienisch stelle ninja). Zu zweit sind zwölf Level zu schaffen, zu dritt zehn, zu viert acht, mit 2, 3 beziehungsweise 4 Leben. Für den Wurfstern hebt man die Hand; stimmen alle zu, legt jede Person ihre niedrigste Karte ab. Zur Konzentration sieht die Regel vor, die Hand flach auf den Tisch zu legen; «Stopp» darf jederzeit gesagt werden.

Was Rezensionen sagen

Die Jury Spiel des Jahres nominierte The Mind 2018 neben Luxor; Gewinner war Azul. Ihr Urteil: «Eine erstaunliche Erfahrung, die jeder Spieler mal gemacht haben sollte». Beim As d’Or 2019 gewann The Mind die Kategorie Jeu de l’année (Grand Public); ausgezeichnet wurde die französische Ausgabe von Oya. Reich der Spiele rühmt die berauschende Spannung; das Spiel sei in wenigen Minuten erklärt und packe auch Nicht- und Gelegenheitsspieler, könne aber frustrieren, wenn das Team nicht zusammenfindet. Auf brettspiele-report.de heisst es, ob es Spass mache, hänge von den Spielern ab; von Strategie könne man nicht reden. Tabletop Gaming sieht kaum Strategie, es gehe darum, die anderen und lange Pausen zu lesen, und das Spiel spalte die Meinungen.

Im Vergleich

Ciao Ciao (ab 8, 2 bis 4 Personen, 25 bis 30 Minuten) teilt mit The Mind das Förderprofil Impulskontrolle und Miteinander; beide verlangen, sich in andere hineinzuversetzen. Es lebt aber vom Bluffen und Zweifeln, passt zu Schulkindern, die Bluffspiele mögen, und stört Taktikfans mit dem Würfelglück. Geistesblitz (ab 8, 2 bis 8 Personen, ca. 20 Minuten) fordert wie The Mind Impulskontrolle, dazu kognitive Flexibilität sowie Wahrnehmung und Tempo. Es eignet sich für Schulkinder ab 8, die Reaktionsspiele mögen, weniger für bedächtige Kinder, die unter Zeitdruck blockieren. The Mind passt dagegen zu Familien, die lieber miteinander als gegeneinander spielen, weniger zu Taktikern, die planen und kontrollieren wollen.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich The Mind?

Die Altersangabe lautet ab 8 Jahren. Bereit sind Kinder, die mit Zahlen bis 100 vertraut sind und Spannung aushalten, ohne vorschnell zu legen. Für unruhige Runden und für Kinder, die gern planen und kontrollieren, passt es weniger.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gemeinsam als Team; zu zweit sind zwölf Level zu schaffen, zu dritt zehn, zu viert acht. Alle gewinnen oder verlieren zusammen.

Was kann The Mind fördern?

Das Spiel kann Impulskontrolle und Miteinander fördern. Wer eine hohe Karte hält, muss geduldig warten, bis der Moment gekommen scheint, und das Team gleicht sein Zeitgefühl ab, ohne Zeichen oder Worte.

Darf man sich absprechen?

Nein. Worte, Zeichen und Absprachen sind tabu; wer glaubt, die niedrigste Karte zu halten, legt sie. Für den Wurfstern hebt man die Hand, und wenn alle zustimmen, legen alle ihre niedrigste Karte ab.

Förderprofil

Impulskontrolle – abwarten können, genau hinschauen und im richtigen Moment reagieren
Miteinander – Regeln einhalten, abwechseln, sich in andere hineinversetzen; bei kooperativen Spielen gemeinsam gewinnen

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