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Holmes – Produktbild
ab 10 J. · ★ 3,6

Holmes

Als Sherlock und Moriarty über sieben Tage Figuren einsetzen, Hinweise sammeln und den Gegner ausstechen – ein taktisches Sammelduell zu zweit.

So spielt es sich

In sieben Runden, einer Woche, setzt jede Seite drei Aktionsmarker (Holzfiguren) bei Personen aus den Holmes-Geschichten ein. Dr. Watson, Mrs. Hudson und Inspektor Lestrade sind immer da, am ersten Tag kommen zwei weitere dazu, danach täglich eine. Sie liefern Lupen als Einfluss oder Hinweiskarten, meist gegen Lupen. Jede Hinweisart wird einzeln gewertet: Wer mehr Karten hat, erhält ihren Wert minus die gegnerischen Karten. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Bei KOSMOS tritt Sherlock gegen Moriarty an, im Devir-Original gegen Bruder Mycroft.

Was es fördern kann

Gefordert ist vor allem vorausschauendes Planen: Die Marker bleiben stehen, und ab dem zweiten Tag muss jeder Zug einen auf eine andere Person ohne eigenen Marker umsetzen. Wer nicht vorausdenkt, findet seine Wunschperson durch einen eigenen Marker besetzt. Wer sieht, dass dem Gegenüber die Lupen für eine Person fehlen, kann deren Vorteil allein nutzen – das verlangt Perspektivwechsel. Dazu kommt das Abwägen: Welche Mehrheit lohnt den Aufwand, und wagt man verdeckte Karten?

Vorausschauendes Planen●●●●●
Perspektivenübernahme●●●●●
Risikoabwägung●●●●●
Stimmen aus der Community: Das Original «Holmes: Sherlock & Mycroft» war 2017 für den International Gamers Award nominiert (Kategorie General Strategy für zwei). Gelobt werden Pedro Sotos Illustrationen, die Atmosphäre und spät kippende Mehrheiten. Kritisiert wird, dass kein Fall gelöst, sondern gesammelt wird, und dass der Glücksanteil spürbar ist.
Unser Tipp für Eltern: Vorab klären: Hier werden Hinweise gesammelt, kein Fall gelöst. Mycroft-Karten, die Hinweise oder einen Zug kosten, und die Reservierungsvariante erst dazunehmen, wenn die Grundregeln sitzen.

Besonders geeignet für

  • Eltern-Kind-Duelle ab 10 Jahren
  • Kinder, die gern sammeln und taktieren
  • Kurze Partien zu zweit am Abend

Weniger geeignet für

  • Wer echte Detektivarbeit und Rätsel erwartet
  • Taktikfans, denen Glück zu viel ist

Unser Fazit

Holmes lohnt sich für Duelle zwischen Eltern und Kindern ab 10 Jahren und für Sammelfreunde, die ihre Züge planen. Die Illustrationen von Pedro Soto und die Atmosphäre werden gelobt, und weil Mehrheiten oft spät kippen, bleibt es bis zum Schluss spannend. Die Grenze liegt beim Thema: Es wird gesammelt, kein Fall gelöst, und das Glück spielt spürbar mit.

So gelingt der Einstieg

  • Die Umsetzregel zuerst in Ruhe erklären: Vom zweiten Tag an muss ein stehender Marker zu einer Person ohne eigenen Marker ziehen. Personen mit Markern beider Seiten sind am Folgetag gesperrt.
  • Die Wertung an einem Beispiel zeigen: Jede Hinweisart zählt einzeln, und wer mehr Karten hat, erhält ihren Wert minus die gegnerischen Karten.
  • Das Gegenüber im Auge behalten: Fehlen ihm Lupen für eine Person, lässt sich deren Vorteil allein nutzen. Auch die Reihenfolge der nächsten Runde vorab zu planen, lohnt sich.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Das spanische Original von Diego Ibáñez mit der Grafik von Pedro Soto erschien laut Wikipedia 2015 (laut spieletest.at 2016) bei Devir; die deutsche Ausgabe «Holmes: Sherlock gegen Moriarty» folgte 2017 bei KOSMOS. Laut Wikipedia dauert eine Partie 7 Runden (Tage), jede Person hat drei Aktionsmarker, und Watson, Hudson und Lestrade sind immer verfügbar. Zum Material zählen laut Wikipedia Lupen als Einflussmarker, Hinweiskarten und Personenkarten; Hall9000 erwähnt kleine Holzfiguren. Als Varianten nennt Wikipedia Mycroft-Karten und Reservierung.

Was Rezensionen sagen

Die Devir-Ausgabe «Holmes: Sherlock & Mycroft» stand laut der Liste des International Gamers Award 2017 unter den Nominierten der Kategorie General Strategy – 2-Player. Reich der Spiele, Fjelfras und Spieletest.at loben die Illustrationen; Reich der Spiele nennt die Atmosphäre gelungen, Spieletest.at das Material hochwertig. Reich der Spiele nennt es kein Deduktionsspiel, Fjelfras kritisiert ein Farbsammelspiel statt Deduktion, und Spieletest.at sagt, man sammle, statt einen Fall zu lösen. Fjelfras sieht in den stehen bleibenden Markern, die umgesetzt werden müssen, eine Aufgabe für die Planung der Reihenfolge; Pöppelkiste hebt die Vorausplanung für die nächste Runde hervor. Brettspielblog.ch beschreibt, dass Mehrheiten oft spät drehen und Partien sich meist kurz vor Schluss entscheiden. Kritik üben Reich der Spiele am relativ hohen Glücksfaktor, der Strategen störe, und Hall9000 an wenig Abwechslung, bravem Sammeln und schwacher Anbindung des Themas.

Im Vergleich

Kahuna (ab 10, 2 Personen, ca. 30 bis 40 Minuten) ist wie Holmes ein Spiel für zwei und fordert ebenfalls vorausschauendes Planen; dazu führt Kahuna den Förderbereich Flexibilität. Imhotep (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 40 Minuten) verlangt ebenfalls vorausschauendes Planen und Perspektivenübernahme, führt aber zusätzlich den Förderbereich Flexibilität. Holmes passt zu Eltern-Kind-Duellen ab 10 und zu Kindern, die gern sammeln und taktieren; weniger geeignet ist es für alle, die echte Detektivarbeit und Rätsel erwarten, und für Taktikfans, denen Glück zu viel ist.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Holmes?

Holmes ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es gern sammelt und seine Züge im Voraus plant. Es sollte wissen, dass hier Hinweise gezählt werden; wer echte Detektivarbeit erwartet, wird enttäuscht.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 30 Minuten. Holmes ist ein reines Spiel für 2 Personen, die gegeneinander antreten. Gespielt wird über sieben Runden, eine Woche; wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

Was kann Holmes fördern?

Im Zentrum stehen Logik und Planen. Vom zweiten Tag an muss mit jedem Zug ein Marker zu einer anderen Person ohne eigenen Marker wandern; wer nicht vorausdenkt, blockiert sich die Wunschperson mit dem eigenen Marker. Dazu kommen Perspektivwechsel und Abwägen.

Wird bei Holmes ein Kriminalfall gelöst?

Nein. Gesammelt werden Hinweiskarten, die je Hinweisart gewertet werden. Rezensionen sprechen von Sammeln statt Deduktion, loben aber die Atmosphäre und die Gestaltung.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen

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