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Der Fuchs im Wald – Produktbild
ab 10 J. · ★ 4,0

Der Fuchs im Wald

Stichspiel zu zweit mit cleveren Sonderkarten – aber wer zu gierig zu viele Stiche macht, geht leer aus. Ein feines taktisches Duell.

So spielt es sich

33 Karten in drei Farben (1 bis 11): Beide erhalten 13, eine aufgedeckte Karte bestimmt den Trumpf, Farbe muss bedient werden. Ungerade Karten haben Fähigkeiten – mit dem Fuchs (3) kann man die Trumpfkarte gegen eine Handkarte tauschen, die ausgespielte 11 zwingt das Gegenüber, falls möglich, zur 1 oder zur höchsten Karte der Farbe. Nach 13 Stichen wird gewertet: null bis drei oder sieben bis neun gewonnene Stiche bringen sechs Punkte, vier bis sechs einen bis drei, ab zehn nichts. Gespielt wird bis 21 Punkte.

Was es fördern kann

Im Kern geht es um vorausschauendes Planen: Schon beim Blick auf die Hand entscheidet man, ob man wenige oder sieben bis neun Stiche anpeilt, und plant um, wenn der Fuchs den Trumpf verändert. Impulskontrolle ist gefragt, denn der sichere Stich lockt, führt aber leicht in die Gier. Gewonnene Stiche liegen verdeckt; wer sich gefallene Karten merkt, beansprucht das Arbeitsgedächtnis.

Vorausschauendes Planen●●●●●
Impulskontrolle●●●●●
Arbeitsgedächtnis●●●●●
Stimmen aus der Community: Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2020; das Original «The Fox in the Forest» war 2018 für den International Gamers Award (Zwei-Personen-Spiele) nominiert. Gelobt wird der schmale Grat zwischen zu vielen und zu wenigen Stichen. Kritik gibt es an den sechs Sonderfähigkeiten, die man oft nachlesen muss.
Unser Tipp für Eltern: Zum Einstieg die Spielhilfen offen hinlegen, jede Fähigkeit laut ansagen und nur bis 16 Punkte spielen. Nach dem Blick auf die Hand fragen: wenige oder sieben bis neun Stiche?

Besonders geeignet für

  • Schulkinder ab 10 mit Kartenspiel-Erfahrung
  • Elternteil und Kind als ruhiges Duell
  • Paare, die ein kurzes Zwei-Personen-Spiel suchen

Weniger geeignet für

  • Spielrunden zu dritt oder viert
  • Kinder, denen Sonderregeln schnell zu viel werden

Unser Fazit

Der Fuchs im Wald eignet sich als ruhiges Duell für genau zwei Personen, etwa Elternteil und Kind ab 10 mit etwas Kartenspiel-Erfahrung. Die Stärke: Wer zu gierig spielt, wird bestraft, also zählt das Abwägen; 2020 landete es auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres. Grenzen setzen die oft nachzulesenden Spezialkarten und die Beschränkung auf zwei Spielende.

So gelingt der Einstieg

  • Die Wertung vorab an einem Beispiel durchgehen: Mit 0 bis 3 oder 7 bis 9 Stichen gibt es sechs Punkte, mit 4 bis 6 nur wenige, mit 10 oder mehr keinen.
  • Die Fuchs-Karte früh erklären: Der neue Trumpf gilt bereits im laufenden Stich.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Die deutsche Ausgabe erscheint bei Leichtkraft, einer Marke des Schwerkraft-Verlags, und ist laut Spiel des Jahres für 2 Personen ab 10 Jahren gedacht; Autor ist Joshua Buergel. Das Original «The Fox in the Forest» erschien 2017 bei Foxtrot Games. Laut Verlagsshop enthält die vollständig deutsche Ausgabe 33 Karten, 17 Punktemarker und 2 Spielhilfen. Als Kurzvariante nennt das Regelheft der Originalausgabe ein Spiel bis 16 statt 21 Punkte.

Was Rezensionen sagen

Die Jury des Spiels des Jahres setzte das Spiel 2020 auf die Empfehlungsliste und hebt hervor, dass das Stichspiel zu zweit funktioniert und zu grosse Gier bestraft wird. In der Kritikenrundschau der Jury (NOZ, Radio IN, Spielbox) wird der schmale Grat zwischen vielen und wenigen Stichen gelobt; kritisiert werden die sechs Sonderfähigkeiten, die man ständig nachlesen muss, und ihre komplizierte Beschreibung. Für Meeple Mountain wirkt das Spiel wie Poker: Man liest das Gegenüber und denkt mit, welche Karten schon gespielt wurden. Das Original war 2018 für den International Gamers Award in der Kategorie General Strategy – 2-Player nominiert.

Im Vergleich

Skull King (ab 8, 2 bis 8 Personen, ca. 30 bis 45 Minuten) ist ebenfalls ein Stichspiel und teilt mit Der Fuchs im Wald Impulskontrolle sowie Logik und Planen; es passt zu Kindern ab 8 mit ersten Stichspiel-Erfahrungen, weniger zu Kindern, die Minuspunkte schwer wegstecken. Hol’s der Geier (ab 8, 2 bis 5 Personen, ca. 20 Minuten) teilt dieselben zwei Förderbereiche, lebt aber von mehr Mitspielenden und eignet sich weniger für reine Zweierrunden. Der Fuchs im Wald (ab 10, 2 Personen, ca. 30 Minuten) ist ein reines Zweipersonenspiel und passt zu Schulkindern ab 10 mit Kartenspiel-Erfahrung sowie zu Elternteil und Kind als ruhigem Duell, weniger zu Runden zu dritt oder viert.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Der Fuchs im Wald?

Der Fuchs im Wald ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist, wer Stichspiele mit Bedienzwang kennt und Spezialkarten merken oder nachschlagen mag. Wem Sonderregeln rasch zu viel werden, tut sich beim Einstieg schwer.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 30 Minuten. Es spielen 2 Personen gegeneinander, gespielt wird bis 21 Punkte. Für Runden zu dritt oder zu viert ist das Spiel nicht gemacht.

Was kann Der Fuchs im Wald fördern?

Das Spiel kann Impulskontrolle sowie Logik und Planen fördern. Ein sicherer Stich verführt, doch Gier kostet Punkte; ausserdem legt man sich früh auf eine Stichzahl fest und muss umdenken, wenn eine Spezialkarte die Lage ändert.

Was machen die Spezialkarten?

Die ungeraden Karten (1, 3, 5, 7, 9 und 11) haben besondere Fähigkeiten. Eine davon, der Fuchs, wechselt die Trumpfkarte gegen eine Karte aus der Hand; die ausgespielte 11 schränkt die Auswahl des Gegenübers ein. Kritiken berichten, dass man sie oft nachlesen muss.

Förderprofil

Impulskontrolle – abwarten können, genau hinschauen und im richtigen Moment reagieren
Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen

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