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Codenames – Produktbild
ab 10 J. · ★ 3,9

Codenames

Zwei Teams, ein Gitter aus Wörtern: Mit einem einzigen Hinweiswort möglichst viele eigene Begriffe erraten lassen – Wortwitz und Assoziation pur.

So spielt es sich

Zwei Teams, ein Raster aus 25 Wortkarten. Nur die Geheimdienstchefs sehen auf einer Codekarte, welche Wörter eigene Agenten, Unbeteiligte oder der Attentäter sind. Abwechselnd nennen sie ihrem Team ein Wort und eine Zahl, etwa «Wasser, 3»: Drei Karten passen dazu. Das Team tippt Karte für Karte und darf nach jedem Treffer weiterraten, höchstens einmal mehr als angesagt. Ein Fehlgriff beendet den Zug; wer den Attentäter aufdeckt, verliert. Wer zuerst alle eigenen Agenten findet, gewinnt.

Was es fördern kann

Die Geheimdienstchefs suchen ein Wort, das mehrere eigene Begriffe verbindet: Wortabruf und Assoziation sind gefordert. Zugleich gleichen sie alle 25 Wörter ab, damit der Hinweis weder gegnerische Wörter noch den Attentäter streift. Das belastet das Arbeitsgedächtnis; der erste Einfall muss oft verworfen werden (Inhibition). Viele Wörter sind mehrdeutig («Bank»: Sitzplatz oder Geldinstitut), das verlangt kognitive Flexibilität. Dazu kommt Perspektivenübernahme: Sie schätzen ab, was die anderen verstehen, das Team rekonstruiert, was gemeint war.

Wortschatz & Assoziation●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Perspektivenübernahme●●●●●
Stimmen aus der Community: Spiel des Jahres 2016, im selben Jahr Platz 2 beim Deutschen Spiele Preis. Laut Jury folgt oft gleich die zweite Partie. Gelobt wird der Wiederspielreiz der doppelseitigen Karten; kritisiert werden stockender Spielfluss und das Gefälle zwischen wortgewandten und ungeübten Mitspielenden. Als Familienspiel beurteilen Rezensionen es unterschiedlich.
Unser Tipp für Eltern: Geheimdienstchefs können schon im gegnerischen Zug über ihren nächsten Hinweis nachdenken: Das verkürzt die Wartezeit. Eine Sanduhr hilft bei Stockungen. In gemischten Runden übernehmen Geübte diese Rolle.

Besonders geeignet für

  • Wortverliebte Jugendliche und Erwachsene
  • Runden ab vier Personen, gern mehr
  • Wer im Team gern diskutiert

Weniger geeignet für

  • Gruppen mit sehr unterschiedlichem Wortschatz
  • Zu zweit oder zu dritt – nur mit Sonderregel

Unser Fazit

Codenames lohnt sich für Runden ab vier Personen, in denen Jugendliche und Erwachsene Freude an Sprache haben und gern diskutieren. Die Stärke: 2016 wurde es Spiel des Jahres, und laut Jury schliesst sich häufig sofort die nächste Partie an. Grenzen setzen Leerlauf beim Hinweisgeben und der unterschiedliche Wortschatz am Tisch; zudem sind sich Rezensionen uneins, ob es ein Familienspiel ist.

So gelingt der Einstieg

  • Zum Einstieg die Ansage «Wasser, 3» erklären: Gemeint sind drei Karten, und das Team rät Karte für Karte.
  • Vor jedem Hinweis alle 25 Wörter durchgehen, damit er weder gegnerische Begriffe noch den Attentäter berührt.
  • Vorab klären, dass das Aufdecken des Attentäters die Partie sofort beendet.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Verlag CGE umfasst die aktuelle Ausgabe 200 Karten mit 400 Codenamen; Autor ist Vlaada Chvátil. Auf der Codekarte verteilen sich laut Wikipedia 9 und 8 Agenten, 7 Unbeteiligte und 1 Attentäter. Die Jury Spiel des Jahres gibt 4 bis 8 Personen an und nennt gute Varianten für zwei oder drei. Laut Wikipedia sieht die deutsche Ausgabe dafür eine Sonderregel vor: kooperativ gegen einen simulierten Gegner.

Was Rezensionen sagen

Die Jury Spiel des Jahres wählte Codenames 2016 zum Spiel des Jahres; beim Deutschen Spiele Preis 2016 belegte es laut Wikipedia hinter Mombasa Platz 2. Laut der Jury Spiel des Jahres folgt auf die erste Partie oft die zweite. Hall9000 nennt die doppelseitigen Karten einen Anreiz zum Wiederspielen und findet, dass die Varianten für zwei und drei Spielende funktionieren. Laut Hall9000 stockt der Spielfluss beim Hinweisgeben, und ein schwaches Glied bremst die Runde. Der Rezensent von Reich der Spiele sagt zur Erstausgabe, das Gefälle bei Wortschatz und Assoziation senke den Spielspass; er empfehle sechs oder mehr Personen und halte es nicht für ein geeignetes Familienspiel. Ars Technica nennt das Tempo als Schwachpunkt, empfiehlt es aber als Familienspiel.

Im Vergleich

Concept (ab 10, 4 bis 12 Personen, ca. 40 Minuten) hat dieselben drei Förderbereiche, Flexibilität, Sprache und Miteinander, und fordert dieselben drei Fähigkeiten: kognitive Flexibilität, Perspektivenübernahme sowie Wortschatz und Assoziation. Concept ist erst ab vier Personen spielbar, Codenames kennt für zwei oder drei eine Sonderregel; für sehr wörtlich denkende Kinder wirken bei Concept die Symbole sperrig. Nova Luna (ab 8, 1 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) teilt mit Codenames den Förderbereich Flexibilität und fordert wie dieses kognitive Flexibilität; dort stehen vorausschauendes Planen und räumliches Denken im Mittelpunkt. Codenames passt zu wortverliebten Jugendlichen und Erwachsenen, zu Runden ab vier Personen und zu allen, die im Team gern diskutieren; Gruppen mit sehr unterschiedlichem Wortschatz liegt es weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Codenames?

Codenames ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es mit mehrdeutigen Wörtern umgehen kann und gern erahnt, was andere meinen. Ob es sich als Familienspiel eignet, sehen Rezensionen uneinheitlich; weniger geeignet sind Runden, in denen der Wortschatz weit auseinanderliegt.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 2 bis 8 Personen in zwei Teams gegeneinander, am besten ab vier. Mit zwei oder drei Personen braucht es eine Sonderregel.

Was kann Codenames fördern?

Das Spiel kann Flexibilität, Sprache und Miteinander fördern. Wer die Hinweise gibt, sucht einen Begriff, der zu mehreren eigenen Karten passt, ohne in die Nähe gegnerischer Wörter oder des Attentäters zu geraten; das Team rekonstruiert dann gemeinsam, was gemeint war.

Funktioniert Codenames auch mit zwei oder drei Personen?

Ja, mit einer Sonderregel: Dann wird kooperativ gegen einen simulierten Gegner gespielt. Die Jury lobt die Spielweisen für kleine Runden, und eine Rezension bestätigt, dass sie funktionieren.

Förderprofil

Flexibilität – zwischen Regeln und Perspektiven umschalten
Sprache – Wortschatz, Erzählen und Sprachverständnis
Miteinander – Regeln einhalten, abwechseln, sich in andere hineinversetzen; bei kooperativen Spielen gemeinsam gewinnen

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