So spielt es sich
Drei Rollen, ein Gebäude: Der Architekt sieht als Einziger die Bauplankarte, darf aber nur gestikulieren – weder sprechen noch auf Teile zeigen. Der Bauleiter deutet die Gesten und dirigiert den Bauarbeiter, der mit geschlossenen Augen Tetris-ähnliche Kunststoffteile zu einem aufrecht stehenden Gebäude fügt, das aus Sicht des Architekten dem Plan gleichen muss. Drei Minuten pro Gebäude, dann rotieren die Rollen. Gelingen genug Gebäude, bevor das Team zu oft scheitert, gewinnen alle gemeinsam.
Was es fördern kann
TEAM3 fordert Verständigung unter erschwerten Bedingungen. Der Architekt übersetzt Form, Lage und Drehung eines Teils in Gesten und überlegt, was der Bauleiter daraus lesen kann (Perspektivenübernahme); das Sprechverbot einzuhalten, verlangt Impulskontrolle. Der Bauleiter beschreibt Teile nach Form statt Farbe, denn der Bauarbeiter sieht nichts. Dieser ertastet die Teile und setzt sie nach Ansage: Handgeschick und räumliches Denken ohne Sichtkontrolle. Bei Missverständnissen unter Zeitdruck ist Frustrationstoleranz gefragt.
Besonders geeignet für
- Kinder ab 8, die gern bauen und erklären
- Familienrunden, die Trubel und Gelächter mögen
- Gruppenstunden, die Zusammenarbeit üben
Weniger geeignet für
- Schüchterne Kinder, die ungern vor anderen gestikulieren
- Wer Zeitdruck und laute Hektik schlecht aushält
Unser Fazit
TEAM3 grün lohnt sich für Familien und Gruppen ab 8 Jahren, die gern gemeinsam knobeln, lachen und ein wenig Trubel aushalten. Das Team gewinnt oder verliert zusammen, und schon das Zuschauen macht Spass. Die Grenze ist der Zeitdruck, der nicht allen liegt, und dass der nötige Drei-Minuten-Timer nicht in der Schachtel steckt.
So gelingt der Einstieg
- Der Bauleiter beschreibt die Teile am besten nach ihrer Form statt nach der Farbe, weil der Bauarbeiter sie nur ertastet.
- Bei vier bis sechs Personen schauen die übrigen zu, und die Rollen wandern nach jedem Gebäude weiter. Laut einer Rezension unterhält das Zuschauen fast so gut wie das Mitspielen.
- Die Bauplankarten gibt es in drei Schwierigkeitsstufen. Verloren ist die Partie, sobald so viele Gebäude misslingen, wie Personen mitspielen.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Verlag Abacus gehören unter anderem 10 Bauteile, 3 Rollenkarten, 70 Bauplankarten und ein Kartenhalter zur Schachtel; laut Brain Games sind die Bauteile aus Kunststoff. Reich der Spiele nennt die Bauteile farbig, unter anderem pink und gelb, und schreibt, dass je Gebäude 5 bis 10 davon gebraucht werden. Die Bauplankarten gibt es laut Regel in drei Schwierigkeitsstufen. Gewonnen ist die Partie laut Regel mit so vielen Gebäuden, wie Personen mitspielen, plus den Sternen der Schwierigkeitsstufe; verloren ist sie, sobald so viele Gebäude misslingen, wie Personen mitspielen. Einen Drei-Minuten-Timer braucht es laut Regel zusätzlich.
Was Rezensionen sagen
Laut Abacus zeichnete die Stuttgarter Spielemesse TEAM3 2020 mit dem Lernspielpreis aus; das Publikum entschied online unter den drei Favoriten der Jury. Laut Verlagsmeldung trägt TEAM3 das Siegel «spiel gut» des Vereins spiel gut e. V.; die Meldung gilt für die grüne und die pinke Version. Board Game Quest hält das Spiel mit seinen Tetris-artigen Formen für sehr einfach zu lernen; Zuschauen sei fast so unterhaltsam wie Mitspielen, und es gebe viel Gelächter. Reich der Spiele sagt, das Spiel polarisiere: Man müsse Freude an Hektik, Zeitdruck und Stress haben.
Im Vergleich
Make ’n’ Break (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) teilt mit TEAM3 grün das Alter, die Dauer, die Förderbereiche Feinmotorik sowie Logik und Planen und das räumliche Denken. Make ’n’ Break ist ein Wettlauf, in dem Verarbeitungstempo zählt; bei TEAM3 grün gewinnt oder verliert das Team gemeinsam. Tangram (ab 8, 1 Person, ca. 10 bis 15 Minuten) hat ebenfalls Feinmotorik sowie Logik und Planen und fordert räumliches Denken, wird aber allein gespielt. TEAM3 grün passt zu Kindern ab 8, die gern bauen und erklären, und zu Familienrunden, die Trubel und Gelächter mögen; weniger zu schüchternen Kindern, die ungern vor anderen gestikulieren.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich TEAM3 grün?
Die Altersangabe lautet ab 8 Jahren. Bereit ist ein Kind meist, wenn es gern baut oder erklärt und mit lebhaftem Betrieb zurechtkommt. Wer sich vor anderen mit Gesten schwertut, übernimmt anfangs besser die Rolle ohne Auftritt, also den Bauarbeiter.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 30 Minuten. Es spielen 3 bis 6 Personen als Team: Pro Gebäude bleiben drei Minuten, danach wechseln die Rollen, und die übrigen schauen zu. Gewonnen oder verloren wird gemeinsam.
Was kann TEAM3 grün fördern?
Das Spiel kann Miteinander, Logik & Planen und Feinmotorik fördern. Der Architekt bildet mit Gesten ab, wie ein Teil geformt ist und liegt, der Bauleiter macht daraus Anweisungen, und der Bauarbeiter setzt die Teile mit geschlossenen Augen zusammen.
Muss man Zeitdruck mögen?
Es hilft. Pro Gebäude läuft ein Drei-Minuten-Timer, und eine Rezension nennt das Spiel polarisierend, weil es Freude an Hektik und Stress verlangt. Wer lieber ruhig spielt, findet an diesem Tempo weniger Gefallen.



