So spielt es sich
Jeder Stamm startet mit fünf Figuren und zwölf Nahrung. Alle setzen reihum Figuren auf Orte: Jagd, Wald, Lehmgrube, Steinbruch, Fluss, Dorf (Werkzeug, Acker, Nachwuchs), Gebäude oder Zivilisationskarten. Danach würfelt man bei Jagd und Rohstoffen je Figur und teilt die Summe durch den Wert (Nahrung 2, Holz 3, Lehm 4, Stein 5, Gold 6). Rohstoffe bezahlen Gebäude (Punkte) und Zivilisationskarten (Sofortvorteil, Schlusswertung). Wer sein Volk nicht ernährt, verliert 10 Punkte. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Was es fördern kann
Stone Age verlangt vorausschauendes Planen und den Verzicht auf schnellen Ertrag: Werkzeug, Acker und Nachwuchs binden heute Figuren und zahlen sich erst später aus. Jeder Wurf verlangt Kopfrechnen – Augen plus Werkzeuge, geteilt durch zwei bis sechs. Zwei Figuren an den Fluss, obwohl ein schwacher Wurf kein Gold bringt? Das ist Risikoabwägung. Nebenbei hält das Arbeitsgedächtnis Nahrungsbedarf und Kosten bereit; wer ahnt, was die anderen brauchen, blockiert gezielt Plätze.
Besonders geeignet für
- Kinder ab 10, die gern rechnen und tüfteln
- Familien, die ins Arbeiter-Einsetzen einsteigen
- Gemischte Runden – Würfel gleichen Erfahrung etwas aus
Weniger geeignet für
- Jüngere Kinder – dafür gibt es Stone Age Junior
- Kinder, die Würfelpech schwer verkraften
Unser Fazit
Stone Age, 2008 für das Spiel des Jahres nominiert, lohnt sich für Familien, deren Kinder ab 10 gern rechnen und ein erstes Einsetzspiel suchen. Es ist schnell gelernt, erlaubt verschiedene Siegstrategien und fordert vorausschauendes Planen. Grenze ist der höhere Glücksanteil der Würfel, der Kinder mit Pech ärgern kann; Jüngere sind mit Stone Age Junior besser bedient.
So gelingt der Einstieg
- Zu Beginn die Orte zeigen: Die Jagd nimmt beliebig viele Figuren auf, Wald, Lehmgrube, Steinbruch und Fluss je sieben.
- Einen Ertrag gemeinsam durchrechnen: Augensumme plus Werkzeuge, geteilt durch 2 (Nahrung) bis 6 (Gold).
- Das Spielende vorab klären, nämlich leerer Gebäudestapel oder nicht mehr auffüllbare Zivilisationskarten.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Verlag Hans im Glück gehören 68 Rohstoffe aus Holz zum Spiel, und die Neuauflage hat eine überarbeitete Spielregel. Laut Spielregel wird ein Würfel je Figur geworfen; die Augensumme plus Werkzeuge teilt man durch 2 (Nahrung), 3 (Holz), 4 (Lehm), 5 (Stein) oder 6 (Gold). Jede Figur muss mit 1 Nahrung ernährt werden; fehlende Nahrung ersetzt man durch Rohstoffe, sonst gehen 10 Punkte zurück. Das Spiel endet bei leerem Gebäudestapel oder wenn die Zivilisationskarten nicht mehr aufgefüllt werden können; danach folgt die Schlusswertung.
Was Rezensionen sagen
Laut Wikipedia war Stone Age 2008 für das Spiel des Jahres nominiert (Sieger Keltis), belegte beim Deutschen Spiele Preis 2008 Platz 2 hinter Agricola und wurde beim Österreichischen Spielepreis 2008 «Spiele Hit mit Freunden». Die Jury-Datenbank des Vereins Spiel des Jahres hält fest, dass Würfel über die Baustoff-Erträge entscheiden und Hunger Punktabzug bringt, und nennt das Spiel besonders für Taktiker. Laut Wikipedia lobte Spielbox 2/2008 das Material mit Rohstoff-Spielsteinen in unterschiedlichen Formen. Der Brettspiele-Report nennt es schnell zu erlernen und trotzdem spannend; der Glücksanteil sei höher, weil Rohstofferträge nur über Würfel ermittelt werden, und es sei kein Spiel für harte Strategen. Meeple Mountain findet es leicht zu erklären und sieht mehrere Wege zum Sieg.
Im Vergleich
Wie Stone Age (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 60 bis 90 Minuten) gehören Carpe Diem (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 45 bis 75 Minuten) und Istanbul (ab 10, 2 bis 5 Personen, ca. 40 bis 60 Minuten) im Katalog zum Bereich «Logik & Planen». Stone Age hat zusätzlich den Bereich «Zahlen & Rechnen» und ist von den dreien die längste Partie. Carpe Diem ist laut Katalog ein kompaktes Optimierspiel und Istanbul ein flott zugängliches Optimierspiel mit vielen Wegen.
Quellen
- Hans im Glück: Stone Age (Verlagsseite)
- Hans im Glück: Spielregel Stone Age (PDF)
- Spiel des Jahres: Stone Age
- Wikipedia (englisch): Spiel des Jahres
- Wikipedia (englisch): Deutscher Spiele Preis
- Wikipedia (deutsch): Österreichischer Spielepreis – Preisträgerliste
- Wikipedia (deutsch): Stone Age
- Brettspiele-Report: Rezension
- Meeple Mountain: Rezension (englisch)
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Stone Age?
Stone Age ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, das Würfelsummen gern teilt und mehrere Züge vorausdenkt; eine Rezension nennt es auch für Kinder von 8 und 11 Jahren leicht erklärbar. Jüngere greifen zu Stone Age Junior.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander, und die höchste Punktzahl entscheidet.
Was kann Stone Age fördern?
Stone Age kann Logik und Planen sowie Zahlen und Rechnen fördern. Werkzeug, Acker und Nachwuchs bringen erst in späteren Runden Gewinn, und jeder Würfelertrag verlangt, Augen und Werkzeuge zu addieren und durch den Wert des Rohstoffs zu teilen.
Was, wenn ein Kind Würfelpech hat?
Die Würfel entscheiden über die Rohstofferträge, was Rezensionen als Kritik nennen. Dafür führen mehrere Wege zum Ziel, und in gemischten Runden gleichen die Würfel Erfahrungsunterschiede etwas aus.



