So spielt es sich
Jede der 32 festen Karten zeigt beidseitig fast dasselbe Bild – mal ist der Fisch im Aquarium, mal springt er heraus. Fünf Karten liegen in der Mitte, jedes Kind hat einen kleinen Stapel. Während die anderen die Augen zuhalten, dreht ein Kind eine Karte um. Wer die veränderte zuerst findet (jeder hat nur einen Versuch), legt eine eigene dazu und ist als Nächster dran; findet sie niemand, legt das umdrehende Kind eine dazu. Wer zuerst keine mehr hat, gewinnt.
Was es fördern kann
Es erinnert an Aufgaben zur Prüfung des visuellen Kurzzeitgedächtnisses: einprägen, kurze Pause, vergleichen. Je grösser die Auslage, desto mehr Bilder müssen im Kopf bleiben. Beim Suchen sind selektive Aufmerksamkeit und genaues Unterscheiden gefragt: Zeigt der Wecker eine andere Uhrzeit, ist die Blüte jetzt offen? Mit nur einem Versuch lohnt Prüfen vor dem Zeigen – ein wenig Impulskontrolle, auch wenn das Tempo zählt.
Besonders geeignet für
- Kindergartenkinder ab 4 mit Freude am Entdecken
- Gemischte Runden – Erwachsene haben kaum Vorsprung
- Kita-Gruppen und kurze Runden zwischendurch
Weniger geeignet für
- Ältere Schulkinder, die mehr Herausforderung suchen
- Runden zu zweit – der Wettlauf fehlt
Unser Fazit
Schau mal! Was ist anders? lohnt sich für jüngere Kinder ab vier, die gern genau hinschauen, und für kurze gemischte Runden, in denen Erwachsene kaum Vorsprung haben. Die Stärke: Die Auslage wächst von Zug zu Zug, die Karten sind dick und für Kinderhände gemacht. Grenzen setzen die schnell bekannten Motive, die geringe Herausforderung für ältere Kinder und das Spiel zu zweit.
So gelingt der Einstieg
- Bei sehr jungen Kindern die Kartenzahl verringern, wie es die Anleitung rät.
- Gefundene Veränderungen in Worten beschreiben lassen, etwa dass die Ampel jetzt rot ist.
- Für ältere Kinder von Beginn an mehr Karten auslegen; das fordert stärker.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut dem Verlag AMIGO besteht das Spiel aus 32 Spielkarten, die er als «Extra feste Karten für Kinderhände» beschreibt. Laut Spielregel zeigt jede Karte beidseitig fast dasselbe Motiv, etwa einen Fisch im Aquarium oder beim Sprung hinaus. Zu zweit zählt laut Spielregel nicht die Geschwindigkeit; Spielphase vermisst dort den Wettbewerbscharakter. Als Elterntipp nennt die Spielregel, die Kartenzahl zu reduzieren und jede Veränderung als kleine Geschichte zu erzählen, etwa «Die Ampel ist rot geworden».
Was Rezensionen sagen
Die Jury Spiel des Jahres führt das Spiel 2015 auf der Empfehlungsliste Kinderspiel des Jahres; spiel gut nennt ebenfalls 2015 als Auszeichnungsjahr und 4 bis 8 Jahre als Altersempfehlung. Hall9000 lobt die ständig wachsende Kartenauswahl, die schön dicken Karten und dass Kinder und Erwachsene fast gleichberechtigt sind. GoodGameGuide (Superfred) schreibt, die Auslage werde immer grösser und das Spiel sei bei Kindern und Erwachsenen gut angekommen; bei häufigem Spielen lerne man mit nur 32 Karten aber schnell, auf welches Detail es ankommt. Spielphase nennt die Unterschiede relativ auffällig und schreibt, grössere Kinder langweilten sich schnell; ideal sei das Spiel für Kindertagesstätten, Horte und Tagesmütter. Reich der Spiele schreibt, ältere Kinder verlören schnell das Interesse, weil es zu einfach sei; empfehlenswert sei es für Familien mit jüngeren Geschwistern.
Im Vergleich
Taco Katze Pizza Junior (ab 4 Jahren, 2 bis 6 Personen, ca. 5 Minuten) fordert wie Schau mal! Was ist anders? Impulskontrolle sowie Wahrnehmung und Tempo; dort muss die Hand bei Taco, Katze oder Pizza liegen bleiben. Halli Galli Junior (ab 4 Jahren, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) hat dieselben beiden Förderbereiche; dort vergleichen Kinder die Farben der Clowns und klingeln bei einem Paar. Geräuschempfindlichen Kindern liegt Halli Galli Junior weniger, weil die Glocke laut ist. Schau mal! Was ist anders? fordert zusätzlich das Gedächtnis und passt zu Kita-Gruppen; älteren Schulkindern, die mehr Herausforderung suchen, liegt es weniger.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Schau mal! Was ist anders?
Das Spiel ist ab 4 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, das die Augen zuhalten kann, bis die Karte gewendet ist, und gern genau hinschaut. Älteren Schulkindern wird es schnell zu einfach.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 10 Minuten, es spielen 2 bis 6 Personen gegeneinander. Wer zuerst keine Karte mehr hat, gewinnt. Zu zweit fehlt der Wettlauf, weil dann die Geschwindigkeit nicht zählt.
Was kann Schau mal! Was ist anders fördern?
Im Spiel lassen sich Impulskontrolle, Gedächtnis sowie Wahrnehmung und Tempo üben. Mit wachsender Auslage müssen immer mehr Bilder im Kopf bleiben, und gefragt ist genaues Unterscheiden, etwa ob ein Wecker eine andere Zeit anzeigt. Wer nur einen Versuch hat, prüft besser vor dem Zeigen.
Wird es schnell langweilig?
Bei häufigem Spielen lernt man die Motive und weiss, auf welches Detail es ankommt, denn es sind nur 32 Karten. Ältere Kinder verlieren rasch das Interesse, für jüngere Geschwister und Kita-Gruppen eignet es sich dagegen gut.



