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Nanu? – Produktbild
ab 4 J. · ★ 3,8

Nanu?

Sich merken, welches Bild unter welchem Deckel liegt, und es nennen, bevor man nachschaut – der freundliche Gedächtnis-Klassiker für die Kleinsten.

So spielt es sich

Die 24 Bildkärtchen liegen offen aus, fünf davon werden mit Ansage zugedeckt: «Ich lege den roten Deckel über die Kuh.» Wer an der Reihe ist, würfelt, nennt das Motiv unter dem Deckel dieser Farbe (beim Joker frei wählbar) und schaut erst dann nach. Stimmt es, behält man das Kärtchen und deckt mit Ansage ein neues Bild zu; sonst sehen alle das Bild, und der Deckel kommt zurück. Sind nur noch vier Kärtchen im Spiel, gewinnt, wer die meisten hat.

Was es fördern kann

Nanu? fordert vor allem das Aktualisieren im Arbeitsgedächtnis: Fünf Farb-Bild-Zuordnungen müssen gleichzeitig im Kopf bleiben, und nach jedem Treffer wandert ein Deckel. Dann heisst es, «Rot ist die Kuh» zu löschen und «Rot ist die Kirsche» zu behalten – anders als bei Memory wird Gemerktes immer wieder ungültig. Weil Deckel auch in fremden Zügen wandern, müssen alle durchgehend zuhören. Lautes Ansagen stützt das Einprägen und fordert den Wortabruf.

Arbeitsgedächtnis●●●●●
Visuelles Einprägen●●●●●
Wortabruf●●●●●
Stimmen aus der Community: Heinz Meisters Merkspiel erschien 1989 und ist bis heute als Ravensburger-Reisespiel im Sortiment. Rezensionen loben einfache Regeln, kurze Runden und die handliche Schachtel. Kritik gibt es am begrenzten Spielumfang; empfohlen wird, anfangs mit weniger Deckeln zu spielen.
Unser Tipp für Eltern: Zum Einstieg die Motive gemeinsam benennen und als Hausregel mit zwei oder drei Deckeln spielen. Eselsbrücken helfen beim Zudecken: «Grün auf den Baum – wegen der Blätter».

Besonders geeignet für

  • Kindergartenkinder ab 4, die gern Bilder benennen
  • Kurze Runden unterwegs oder in Wartezeiten
  • Kinder, die Memory schon gut kennen

Weniger geeignet für

  • Familienrunden mit mehr als vier Personen
  • Schulkinder, die Taktik und Abwechslung suchen

Unser Fazit

Nanu? lohnt sich für Kindergartenkinder ab 4 Jahren und ihre Familien, die Memory schon kennen und kurze Partien auf Reisen oder beim Warten suchen: Die Regeln sind leicht, die Schachtel handlich, und gemerkte Bilder müssen immer wieder neu zugeordnet werden. Grenzen sind der begrenzte Spielumfang, die Höchstzahl von vier Personen und fünf Deckel, die Anfängern viel abverlangen.

So gelingt der Einstieg

  • Jede Ansage laut und deutlich sprechen, etwa «roter Deckel auf die Kuh»; so hören alle mit, auch wenn die Deckel in fremden Zügen wandern.
  • Die Jokerregel früh erklären: Beim Joker ist der Deckel frei wählbar, nur der zuletzt genommene nicht.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Ravensburger-Verlagsseite ist Nanu? (Nr. 23063) ein Reisespiel für 2 bis 4 Personen ab 4 Jahren mit 24 Bildkärtchen, 5 Deckeln und einem Farbwürfel; als Dauer nennt der Verlag etwa 10 Minuten. Der Würfel zeigt fünf Farben und einen Joker; beim Joker ist der Deckel frei wählbar, nur nicht der zuletzt genommene. Bei jüngeren Kindern sollen die Motive laut Spielanleitung vorher gemeinsam benannt werden. Der Ergotherapie-Blog theplayfulotter.blogspot.com hält fünf wechselnde Farb-Bild-Kombinationen für viel und schlägt vor, mit zwei Deckeln zu beginnen; auch ein Erfahrungsbericht auf buechereule.de rät, anfangs mit weniger Deckeln oder Kärtchen zu spielen.

Was Rezensionen sagen

spielregeln-spielanleitungen.de nennt in einer Rezension leichte Spielregeln, kurze Runden und ein Spiel, das sich gut mitnehmen lässt. Der Vergleich von Ravensburger-Spielen ab 4 auf kita.de beschreibt die Schachtel als kompakt und die Dauer mit etwa 10 Minuten, weist aber auf den begrenzten Spielumfang hin. Der Blog jeuxorthologo.fr sieht in Nanu? eine Abwechslung zum Memory, bei der sich Farben oder Laute mit einem inneren Bild verknüpfen lassen. Eine Nutzerbewertung auf der Verlagsseite erwähnt Wortschatz, Farben, Oberbegriffe und Laute. Eine Auszeichnung verzeichnet Luding nicht.

Im Vergleich

Geistertreppe (ab 4, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) fordert wie Nanu? das Arbeitsgedächtnis, hier beim Merken, unter welchem Geist die eigene Figur steckt, auch wenn andere ziehen. Es ist ein erstes Merkspiel mit Figuren statt Karten; Kindern, die nach verlorenem Überblick schnell abschalten, liegt es weniger. Stone Age Junior (ab 5, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) fordert wie Nanu? das visuelle Einprägen und das Arbeitsgedächtnis und fügt erstes Planen hinzu. Fünfjährige, die ohne Erwachsene spielen sollen, sind dort weniger gut aufgehoben. Nanu? dauert mit ca. 10 Minuten am kürzesten und fordert zusätzlich den Wortabruf, weil die Motive laut angesagt werden.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Nanu??

Nanu? ist ab 4 Jahren angegeben. Bereit sind Kinder, die Bilder gern benennen und Memory schon kennen; fünf wechselnde Farb-Bild-Kombinationen gelten Anfängern als viel. Wer als Schulkind mehr Taktik und Abwechslung möchte, findet es weniger reizvoll.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 10 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander; wer am Ende die meisten Kärtchen behalten hat, gewinnt.

Was kann Nanu? fördern?

Das Spiel kann das Gedächtnis fördern. Fünf Zuordnungen von Deckelfarbe und Bild bleiben gleichzeitig im Kopf, und bei jedem Treffer zieht ein Deckel auf ein neues Bild um, sodass Gemerktes ständig aktualisiert werden muss, anders als beim Memory.

Eignet sich Nanu? für unterwegs?

Ja, es ist als Reisespiel im Sortiment: Die Schachtel ist kompakt, die Partien sind kurz, und ein Erfahrungsbericht nennt es für Wartezeiten praktisch.

Förderprofil

Gedächtnis – merken, aktualisieren und gezielt erinnern

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