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Geistertreppe – Produktbild
ab 4 J. · ★ 4,2

Geistertreppe

Mit den Figuren die Geistertreppe hochsteigen – doch unter den Geisterhüten muss man sich merken, wer wer ist. Ein Gedächtnis-Klassiker für Kinder.

So spielt es sich

Der Würfel zeigt 1 bis 4 Punkte oder ein Gespenst. Punkte bringen die eigene Holzfigur entsprechend viele Stufen nach oben. Fällt das Gespenst, stülpt man einen Holzgeist über eine beliebige Figur: Er haftet magnetisch und verbirgt sie. Wessen Figur verwandelt ist, zieht den Geist, unter dem sie vermutlich steckt. Sind alle verwandelt, vertauscht, wer ein Gespenst würfelt, zwei Geister nach Wahl. Kommt der erste Geist oben an, wird er auf den Kopf gestellt: Gewonnen hat, wessen Figur darunter steckt.

Was es fördern kann

Kern ist das Arbeitsgedächtnis: Kinder merken sich, unter welchem Geist ihre Figur steckt, und aktualisieren das, wenn dieser Geist gezogen oder getauscht wird – auch in fremden Zügen. Nachschauen ist verboten. Wer beim Vertauschen wegschaut, verliert die Spur; gefragt ist gezielte, anhaltende Aufmerksamkeit. Und weil ein Tausch jeden Vorsprung kippen kann, gehört auch das Verkraften von Rückschlägen dazu.

Arbeitsgedächtnis●●●●●
Selektive Aufmerksamkeit●●●●●
Frustrationstoleranz●●●●●
Stimmen aus der Community: Kinderspiel des Jahres 2004: Die Jury betonte, dass schon Vierjährige mit der Grundregel gut zurechtkommen. Dazu kamen Preise als bestes Kinderspiel: Japan (2004), Finnland (2005), Schweden (2006). Eine Rezension lobt die Holzfiguren mit Magnetverbindung, bemängelt aber, dass der Reiz nachlässt, wenn man die eigene Figur aus den Augen verliert.
Unser Tipp für Eltern: Bei Vierjährigen rät die Anleitung, erst das Feld mit dem Zeigefinger zu markieren, dann den Geist zu tauschen. Zu leicht? Die Variante für Ältere lässt wahlweise zwei Farbscheiben statt zweier Geister tauschen.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 4 mit Spass an Überraschungen
  • Erstes Merkspiel mit Figuren statt Karten
  • Altersgemischte Runden dank Variante für Ältere

Weniger geeignet für

  • Kinder, die anspruchsvolle Taktik suchen
  • Kinder, die nach verlorenem Überblick schnell abschalten

Unser Fazit

Geistertreppe lohnt sich für Familien mit Kindern ab 4 Jahren, die ein erstes Merkspiel suchen: Die Grundregel verstehen schon Vierjährige, die Holzgeister mit Magnet kommen gut an, und ein Tausch kann jeden Vorsprung kippen. Grenzen setzen der geringe taktische Anspruch und, laut einer Rezension, ein Reiz, der sinkt, sobald ein Kind seine Figur nicht mehr im Blick hat.

So gelingt der Einstieg

  • Beim Vertauschen der Geister genau hinsehen, denn wer wegschaut, verliert die Spur.
  • Vor dem ersten Würfeln klar vereinbaren, dass Nachschauen streng verboten ist.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Das Spiel von Michelle Schanen erschien laut der deutschen Wikipedia 2003 bei Drei Magier Spiele. Zur aktuellen Ausgabe gehören laut Spielanleitung von 2020 ein Spielplan von 51 mal 51 Zentimetern, vier Geister- und vier Kinderfiguren aus Holz, vier Farbmerkscheiben aus Holz und ein Spezialwürfel. Zu zweit oder zu dritt spielt man laut Anleitung mit neutralen Geistern. Die Variante für ältere Kinder lässt wahlweise zwei Farbscheiben tauschen, sodass die zugehörigen Geister den Besitzer wechseln.

Was Rezensionen sagen

Geistertreppe wurde 2004 zum Kinderspiel des Jahres gewählt. Laut Jury kommen schon Vierjährige mit der Grundregel gut zurecht, und sie lobt die Holzgeister mit Magnet. Als bestes Kinderspiel ausgezeichnet wurde es laut Wikipedia auch in Japan (2004), Finnland (2005) und Schweden (2006). Reich der Spiele (2005) lobt die Holzfiguren mit grossen Umhängen und Magnetverbindung und findet das Spiel spannend, weil man sich auf die eigene Figur konzentriert. Kritisch merkt die Rezension an, der Spielreiz lasse stark nach, wenn man die eigene Figur aus den Augen verloren habe, und er komme nicht ganz an das Material heran.

Im Vergleich

Nanu? (ab 4, 2 bis 4 Personen, ca. 10 Minuten) fordert wie Geistertreppe das Arbeitsgedächtnis: Fünf Farb-Bild-Zuordnungen müssen gleichzeitig im Kopf bleiben, und nach jedem Treffer wandert ein Deckel. Es richtet sich an Kindergartenkinder ab 4, die gern Bilder benennen; Familienrunden mit mehr als vier Personen sind dort weniger gut aufgehoben. Stone Age Junior (ab 5, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Geistertreppe den Förderbereich Gedächtnis und fordert ebenfalls das Arbeitsgedächtnis, auch aus den Zügen der anderen, dazu erstes Planen. Es passt zu gemischten Runden, in denen Kinder beim Merken mithalten. Geistertreppe ist ab 4 ein erstes Merkspiel mit Figuren statt Karten und taugt dank der Variante für Ältere auch für altersgemischte Runden.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Geistertreppe?

Geistertreppe ist ab 4 Jahren angegeben, und laut Jury meistern bereits Vierjährige die Grundregel. Bereit ist ein Kind, das Überraschungen mag. Wer schnell aufgibt, wenn der Überblick weg ist, oder anspruchsvolle Taktik sucht, ist anderswo besser aufgehoben.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 Minuten, und es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander. Gewonnen hat, wessen Figur im ersten Geist auf dem obersten Feld steckt; die kurze Dauer erlaubt gleich eine neue Runde.

Was kann Geistertreppe fördern?

Das Spiel kann das Gedächtnis fördern: Jedes Kind behält im Kopf, in welchem Geist seine Figur steckt, und führt diesen Stand nach, sobald Geister gezogen oder getauscht werden, auch in den Zügen der anderen. Das verlangt dauernde Aufmerksamkeit.

Gibt es eine Variante für ältere Kinder?

Ja, die Anleitung nennt eine Variante: Statt zweier Geister werden wahlweise zwei Farbscheiben getauscht, wodurch die zugehörigen Geister den Besitzer wechseln. So passt das Spiel auch in altersgemischte Runden.

Förderprofil

Gedächtnis – merken, aktualisieren und gezielt erinnern

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