So spielt es sich
Im Stapel liegen 60 Fische in zehn Arten (1 bis 4 Muscheln wert) und sechs Kraken. Wer am Zug ist, deckt Karten einzeln zu einer Reihe auf und darf nach jedem neuen Fisch aufhören und den Fang behalten. Kommt eine Art doppelt, sind beide Fische und alles dazwischen verloren, der Rest bleibt. Kalle Krake kostet den ganzen Fang, erlaubt aber einen Raubversuch per Würfel. Je Art zählt nur der beste Fisch; wer über mehrere Durchgänge zuerst 77 Punkte erreicht, gewinnt.
Was es fördern kann
Vor jeder Karte dieselbe Abwägung: Je mehr Arten in der Reihe liegen, desto eher kommt eine doppelt. Und wie viel bringt der Fang? Ein kleiner Fisch einer Art, von der man schon den Vier-Muscheln-Fisch besitzt, bringt keinen Punkt. Das fordert Risikoabwägung und Impulskontrolle: aufhören, obwohl die nächste Karte lockt. Ähnlich beim Raubversuch: Wer mehr Karten verlangt, muss höher würfeln. Am Ende wird sortiert, verglichen, addiert.
Besonders geeignet für
- Kinder ab 7, die gern etwas wagen
- Gemischte Runden – Kinder können mithalten
- Familien, die rechtzeitiges Aufhören üben möchten
Weniger geeignet für
- Kinder, die Verlust und Raub schlecht verkraften
- Wer Taktik statt Glück sucht
Unser Fazit
Kleine Fische lohnt sich für Familien mit wagemutigen Kindern ab 7 Jahren, die üben möchten, im richtigen Moment aufzuhören. Die Partien sind flott, und dank des Zufalls halten auch Kinder gegen Erwachsene mit. Grenzen sind der hohe Glücksanteil, die für Jüngere zunächst knifflige Wertung und eine gewisse Gleichförmigkeit nach vielen Partien.
So gelingt der Einstieg
- Beim Zählen am Ende kleineren Kindern anfangs helfen; das Zählen am Ende wird laut einer Rezension rasch gelernt.
- Die Würfelregel zu Kalle Krake war laut einer Rezension für Jüngere verwirrend. Vor der ersten Partie an einem Beispiel zeigen, wie nach dem Verlust des Fangs per Würfel geraubt werden darf.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut der Noris-Spielregel (© 2013) gehören 60 Fischkarten in zehn Arten, 6 Krakenkarten und ein Krakenwürfel zum Spiel; Autor ist Peter Neugebauer. Die Karten werden einzeln aufgedeckt, nach jedem neuen Fisch kann man aufhören oder weiterziehen; ein zweiter Fisch derselben Art lässt beide und alle dazwischen verloren gehen, die übrigen Karten sind gewonnen, und der Zug endet. Kalle Krake lässt alle Fische des Zuges verloren gehen; danach folgt ein Raubversuch mit dem Würfel. Wer nach mehreren Durchgängen zuerst 77 Punkte erreicht oder überschreitet, gewinnt; je Fischart zählt nur der höchste Wert einmal. Laut BoardGameGeek erschien die deutsche Noris-Ausgabe 2013, nach Goldsieber-Ausgaben von 1997 und 2009.
Was Rezensionen sagen
Unabhängige Fachrezensionen sind unter den Quellen nicht vertreten; es liegen Erfahrungsberichte im BoardGameGeek-Forum und eine Auswertung von Kundenbewertungen vor. Die Auswertung von Kundenbewertungen auf testsieger.de nennt als Lob das einfache Spielprinzip, Kurzweil, Spass auch für Erwachsene sowie Zählen und Rechnen; kritisiert werde, dass kleinere Kinder beim Zählen der Punkte Hilfe brauchen. Ein Erfahrungsbericht im BoardGameGeek-Forum nennt das Spiel schnell und die Regeln einfach; die Wertung verlange mehr Nachdenken als reines Weiterziehen, nach vielen Partien werde es etwas gleichförmig. Ein Bericht zur Gamewright-Ausgabe von 2007 fand die Endwertung für Jüngere etwas verwirrend und vermisste Kontrolle; die Kinder hätten es aber gern gespielt.
Im Vergleich
Can’t Stop (ab 7, 2 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) führt dieselben drei Förderbereiche wie Kleine Fische; BoardGameGeek vergleicht Kleine Fische mit Can’t Stop. Triqueta (ab 7, 2 bis 5 Personen, ca. 20 bis 30 Minuten) teilt mit Kleine Fische die Förderbereiche Impulskontrolle sowie Logik und Planen und fordert ebenfalls Risikoabwägung. Kleine Fische passt zu Kindern ab 7, die gern etwas wagen, und zu gemischten Runden, in denen Kinder mithalten können; weniger geeignet ist es für Kinder, die Verlust und Raub schlecht verkraften, und für alle, die Taktik statt Glück suchen.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Kleine Fische?
Kleine Fische ist ab 7 Jahren angegeben. Passend sind Kinder, die Wagnis und Verlust wegstecken und beim Zählen am Ende anfangs Hilfe annehmen; wer es schlecht erträgt, wenn Fische geraubt werden, hat wenig Freude.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander, über mehrere Durchgänge, bis jemand 77 Punkte erreicht.
Was kann Kleine Fische fördern?
Geübt werden Impulskontrolle, Vorausdenken und der Umgang mit Zahlen. Nach jedem neuen Fisch ist zu entscheiden, ob man den Fang sichert oder weiterzieht; am Ende wird nach Arten geordnet und addiert.
Macht Kleine Fische auch Erwachsenen Spass?
Rezensionen und Kundenbewertungen sprechen von Spass für Gross und Klein. Wer vor allem Taktik sucht, wird wegen des Zufalls eher enttäuscht.



