So spielt es sich
Runde Scheiben mit mehreren farbigen Symbolen liegen offen aus. Zwei Würfel bestimmen das Ziel – eine Farbe und ein Symbol, etwa ein blauer Blitz. Alle greifen gleichzeitig mit einer Hand zu und klacken passende Scheiben an ihren Stapel; in der Ausgabe von 2012 halten Magnete sie zusammen. Wer eine falsche erwischt, legt sie samt einer eigenen zurück. Zeigt ein Würfel Weiss, zählt nur der andere. Der höchste Stapel gewinnt.
Was es fördern kann
Clack! fordert vor allem visuelles Suchen unter Zeitdruck. Da jede Scheibe mehrere farbige Symbole trägt, genügt der Blick nach «blau» oder «Blitz» nicht: Erst die Verbindung beider Merkmale zählt, was gezielte Aufmerksamkeit verlangt. Trägt eine Scheibe einen blauen Stern und einen roten Blitz, lockt sie die voreilige Hand in die Falle; die Strafregel belohnt kurzes Prüfen. Mit jedem Wurf wechselt das Ziel, eine weisse Seite hebt ein Merkmal auf – das verlangt kognitive Flexibilität.
Besonders geeignet für
- Kindergartenkinder ab 4, die gern flink zugreifen
- Kurze Runden zwischendurch
- Kindergruppen, die selbstständig spielen wollen
Weniger geeignet für
- Kinder, die Tempo-Niederlagen schwer verkraften
- Ältere Schulkinder, denen Tempospiele zu simpel sind
Unser Fazit
Clack! lohnt sich für Kindergartenkinder ab 4 mit Freude am schnellen Zugreifen und für kurze Runden zwischendurch. Die Regeln sind unkompliziert, das Material gilt als robust; 2012 stand es auf der Empfehlungsliste zum Kinderspiel des Jahres und wurde in Finnland als Kinderspiel des Jahres ausgezeichnet. Grenzen sind Tempo-Niederlagen, die manche Kinder schwer verkraften, das Gedränge mit mehreren Kindern und der geringe Reiz für ältere Schulkinder.
So gelingt der Einstieg
- Die Strafregel vorab zeigen: Wer eine falsche Scheibe erwischt, legt sie samt einer eigenen wieder zurück.
- Die weisse Würfelseite erklären: Zeigt ein Würfel Weiss, zählt nur der andere Würfel.
- Gemeinsam vereinbaren, dass alle gleichzeitig und nur mit einer Hand zugreifen.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut AMIGO bestimmen zwei Würfel Farbe und Symbol, und man greift mit einer Hand zu. Laut Jury zeigt ein Würfel eine Farbe, der andere Stern, Blume oder Blitz; die magnetischen Scheiben machen beim Aufeinandertreffen «klack». Laut Spielregel (Version 1.7) legt man eine falsche Scheibe samt einer eigenen als Strafe zurück; zeigt ein Würfel Weiss, zählt nur der andere, und der höchste Stapel gewinnt. Unter dem Namen Klack erschienen, heisst das Spiel laut Jury seit 2019 «Clack!»; in Frankreich erscheint es laut Gigamic als Clac Clac (Edition Amigo, vertrieben von Gigamic).
Was Rezensionen sagen
Zu Clack! liegt in den ausgewerteten Quellen keine unabhängige Rezension vor; sie bestehen aus Beiträgen von Verlagen und Jury, der Spielregel, Preisträgerlisten und aggregierten Käuferbewertungen. Der Verein Spiel des Jahres führt es auf der Empfehlungsliste zum Kinderspiel des Jahres (2012 laut Verlagsseite); in Finnland erhielt es laut Superfred und Wikipedia (finnisch) 2012 den Vuoden Lastenpeli, den Preis für das Kinderspiel des Jahres. AMIGO zitiert auf der Verlagsseite Pressestimmen von 2012: Ratgeberspiel.de nenne die Regeln unkompliziert, und Gamesweplay.de das Material robust; Vierjährige spielten im Kindergarten ohne Hilfe der Erzieher. Aggregierte Käuferbewertungen auf testsieger.de nennen als häufige Kritik, es könne mit mehreren Kindern herausfordernd sein.
Im Vergleich
Foto Fish (ab 4, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) hat wie Clack! (ab 4, 2 bis 6 Personen, ca. 10 Minuten) das Alter und den Förderbereich Wahrnehmung & Tempo. Foto Fish passt zu Kindern, die schnell frustriert sind, und dank Varianten zu gemischten Altersgruppen; Kinder, die Tempo-Niederlagen schwer verkraften, sind bei Clack! weniger gut aufgehoben. Socken zocken (ab 4, 2 bis 6 Personen, ca. 10 Minuten) teilt mit Clack! Alter, Spielerzahl und Dauer sowie den Förderbereich Wahrnehmung & Tempo und fordert zusätzlich Impulskontrolle. Bei Socken zocken sind Kinder, die häufiges Verlieren schwer verkraften, weniger gut aufgehoben, ebenso wer ein ruhiges Spiel sucht.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Clack!?
Clack! ist ab 4 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es gern flink zugreift und mit Tempo-Niederlagen umgehen kann. Laut einer vom Verlag zitierten Rezension spielen Vierjährige im Kindergarten ohne Hilfe. Älteren Schulkindern sind Tempospiele oft zu simpel.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 10 Minuten. Es spielen 2 bis 6 Personen gleichzeitig gegeneinander, und der höchste Stapel gewinnt. Käuferbewertungen nennen es mit mehreren Kindern mitunter herausfordernd.
Was kann Clack! fördern?
Das Spiel kann Wahrnehmung und Tempo fördern. Wer nach «Blau» sucht, findet es bei vielen Scheiben, doch erst die Verbindung mit dem Symbol zählt. Eine Scheibe mit blauem Stern und rotem Blitz lockt die voreilige Hand, die Strafregel belohnt ein kurzes Hinschauen.
Hiess Clack! früher anders?
Ja. Bis 2019 hiess das Spiel von AMIGO «Klack!», seither «Clack!». In Frankreich wird es als «Clac Clac» vertrieben. Der Name geht auf das Geräusch zurück, das die magnetischen Scheiben beim Aufeinandertreffen machen.



