schlauspielen.ch
Match Master – Produktbild
ab 5 J. · ★ 4,0 · Tipp der Redaktion

Match Master

Tier, Zahl oder Farbe? Mit jeder neuen Karte kann sich ändern, was gesucht ist – wer zuerst zwei passende Karten entdeckt und ruft, sammelt sie ein.

So spielt es sich

Die 75 Karten zeigen vorne Elefanten, Schildkröten, Papageien, Fische oder Krokodile in wechselnder Anzahl und Farbe, hinten eine Kategorie: Tier, Zahl oder Farbe. Der Stapel liegt mit dieser Seite nach oben in der Tischmitte; reihum deckt man die oberste Karte auf und legt sie offen aus. Nun zählt die Kategorie auf dem Stapel: Teilen mindestens zwei ausliegende Karten dieses Merkmal, etwa die Farbe, ruft man es – «Gelb!» Wer zuerst richtig ruft, nimmt diese Karten. Wer am Ende die meisten hat, gewinnt.

Was es fördern kann

Match Master verlangt vor allem das Umschalten: Eben zählte die Farbe, jetzt die Anzahl. Die alte Regel loslassen, die neue sofort anwenden: Das ist kognitive Flexibilität, bei Kindern oft mit Kartenaufgaben geprüft, in denen die Sortierregel wechselt. Beim schnellen Absuchen der ausliegenden Karten zählt nur das gesuchte Merkmal; alle anderen Tiere, Farben und Mengen lenken ab. Weil im Eifer leicht die falsche Kategorie herausrutscht, braucht es Impulskontrolle: erst prüfen, dann rufen.

Kognitive Flexibilität●●●●●
Selektive Aufmerksamkeit●●●●●
Impulskontrolle●●●●●
Stimmen aus der Community: Rezensionen loben die schnelle Erklärung, die freundlichen Tierbilder und dass gerufen statt gegriffen wird. Kinder können hier Erwachsene schlagen; einer Rezension zufolge gewinnen schon fitte Vierjährige. Eingewandt wird, das Prinzip sei nicht ganz neu und das Reaktionstempo bevorzuge Kinder.
Unser Tipp für Eltern: Anfangs sagt, wer aufdeckt, die neue Kategorie laut an («Jetzt Zahl!») – das erleichtert das Umschalten. Später achten alle selbst auf den Stapel.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 5, die gern genau hinschauen
  • Kurze Runden zwischendurch, auch zu sechst
  • Gemischte Runden: Kinder halten gut mit

Weniger geeignet für

  • Kinder, die unter Zeitdruck schnell frustriert sind
  • Wer ein ruhiges Spiel ohne Zeitdruck sucht

Unser Fazit

Match Master lohnt sich für Familien, deren Kinder ab 5 Jahren gern genau hinsehen: Die Regeln lassen sich während der Partie erklären, gerufen wird statt gegriffen, und Kinder können mit Erwachsenen gut mithalten. Grenzen sind das Reaktionstempo, das Kinder begünstigt und bei Zeitdruck frustrieren kann, sowie ein Prinzip, das nicht ganz neu ist.

So gelingt der Einstieg

  • Die Regeln müssen nicht vorab lang erklärt werden: Laut einer Rezension genügt eine Erklärung während der Partie.
  • Eine falsch gerufene Kategorie passiert im Eifer leicht und sorgt laut einer Rezension für Lacher.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut BoardGameGeek erschien die englische Ausgabe 2020, die deutsche von HCM Kinzel 2021 (1. Auflage) und 2022 (2. Auflage, Produktcode 55163), die spanische 2024. Brettspielblog.ch beschreibt 75 doppelseitige Karten: vorne Elefanten, Schildkröten, Papageien, Fische und Krokodile in unterschiedlicher Anzahl und Farbe, hinten die Kategorien. Laut Brettspielblog.ch wechselt die Kategorie mit jeder Karte; die Lösung wird gerufen, etwa «Gelb!», wer am schnellsten ruft, sammelt die Karten, und die meisten Karten gewinnen.

Was Rezensionen sagen

Laut BoardGameGeek sind keine Auszeichnungen eingetragen. Die drei folgenden Rezensionen besprechen die deutsche Ausgabe von HCM Kinzel. Brettspielblog.ch (2021) hält fest, dass sich das Spiel während der Partie erklären lässt, das Prinzip nicht ganz neu ist, man ruft statt zuzugreifen und Kinder gegen Erwachsene glänzen können. Brettspielabend.net (2022) lobt die sympathische Kartengrafik; eine im Eifer falsch gerufene Kategorie sorge für Lacher, und das Spiel eigne sich auch als Partyspiel für Erwachsene. Jung und alt spielt (2023) lobt die schönen Illustrationen und meint, das Spiel erfinde das Rad nicht neu; bereits fitte Vierjährige könnten gewinnen, doch wegen des Reaktionstempos seien Kinder gegenüber Erwachsenen im Vorteil.

Im Vergleich

Socken zocken (ab 4, 2 bis 6 Personen, ca. 10 Minuten) teilt mit Match Master (ab 5, 2 bis 6 Personen, ca. 10–15 Minuten) die Spielerzahl und die Förderbereiche Wahrnehmung & Tempo und Impulskontrolle; Match Master fordert zusätzlich Flexibilität. Bei Socken zocken wühlen alle gleichzeitig in einem Haufen Sockenkarten, bei Match Master wird das gefundene Merkmal gerufen. Jungle Speed (ab 7, 2 bis 10 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Match Master Wahrnehmung & Tempo und Impulskontrolle; bei Jungle Speed greift man zum Totem, bei Match Master ruft man. Wer ein ruhiges Spiel sucht, ist bei Socken zocken wie bei Match Master weniger gut aufgehoben; Kinder, die Hektik und Lärm schnell überfordern, bei Jungle Speed.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Match Master?

Match Master ist ab 5 Jahren angegeben. Bereit sind Kinder, die mehrere Karten rasch absuchen und im Eifer erst nachsehen, dann rufen; laut einer Rezension gewinnen sogar fitte Vierjährige. Wer bei Zeitdruck schnell frustriert ist, hat weniger Freude.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Es spielen 2 bis 6 Personen gegeneinander; gerufen wird statt gegriffen, und die grösste Kartensammlung entscheidet.

Was kann Match Master fördern?

Das Spiel kann Wahrnehmung und Tempo, Impulskontrolle sowie Flexibilität fördern. Zum Beispiel zählt mit jeder Karte eine andere Kategorie (Tier, Zahl oder Farbe), sodass man umdenken und alle übrigen Merkmale ausblenden muss.

Haben Kinder gegen Erwachsene eine Chance?

Ja, laut Rezensionen können Kinder hier Erwachsene schlagen, weil das Reaktionstempo zählt. Dadurch gilt das Spiel zugleich als nur bedingt generationentauglich.

Förderprofil

Wahrnehmung & Tempo – schnell erfassen und auch unter Zeitdruck genau bleiben
Impulskontrolle – abwarten können, genau hinschauen und im richtigen Moment reagieren
Flexibilität – zwischen Regeln und Perspektiven umschalten

Ähnliche Spiele

← Zurück zur Übersicht