So spielt es sich
Wer den Becher hat, spielt die Katze und würfelt; alle anderen halten eine Holzmaus an der Schnur. Bei einer 1 oder 6 ziehen sie die Maus vom Spielplan, und die Katze fängt möglichst viele unter dem Becher; sonst heisst es stillhalten. Wessen Maus gefangen wird oder wer fälschlich zieht, gibt einen Chip ab; die Katze zahlt, wenn sie nichts fängt oder zu Unrecht zuschlägt. Nach einem Chipverlust wandert der Becher weiter. Wer seinen letzten Chip abgibt, beendet das Spiel; es gewinnt, wer die meisten behält.
Was es fördern kann
Eine Go/No-go-Aufgabe zum Anfassen: Bei jedem Wurf ist die Hand an der Schnur bereit, doch nur bei 1 und 6 darf sie ziehen. Wer bei einer 4 trotzdem zieht, verliert einen Chip – gefordert ist Inhibition, also das Bremsen eines vorbereiteten Impulses. Fällt die richtige Zahl, zählt das Reaktionstempo. Auch die Katze muss warten können und den Becher dann zielgenau aufsetzen.
Besonders geeignet für
- Kindergartenkinder ab 4 mit Lust auf Tempo
- Kindergeburtstage mit bis zu sechs Kindern
- Kinder, die Innehalten spielerisch üben möchten
Weniger geeignet für
- Kinder, denen Hektik schnell zu viel wird
- Familien, die Taktik und Planen suchen
Unser Fazit
Fang die Maus lohnt sich für Kinder ab 4 Jahren, die gern schnell reagieren, und für Feiern mit mehreren Kindern: Wer nur bei der richtigen Zahl zieht und sonst stillhält, übt Innehalten spielerisch, und Kundenstimmen finden es für Gross und Klein lustig. Grenzen setzen die Hektik, die manche Kinder überfordert, der fehlende Taktikanteil und einmal ein lose gewordener Schnurknoten.
So gelingt der Einstieg
- Für Jüngere sieht die offizielle Regel eine Variante mit dem Farbwürfel vor.
- Auch die Katze vorab einstimmen: Der Becher darf nur bei einer 1 oder 6 aufgesetzt werden, sonst kostet es einen Chip.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut englischer Verlagsseite gehören 6 Holzmäuse mit Schnur, 1 Becher, 2 Würfel, 40 Chips und 1 Spielplan zum Spiel. Laut den englischen und französischen Verlagsseiten ist es für 3 bis 6 Spieler ab 4 Jahren gedacht und dauert etwa 20 Minuten. Laut Spielregel würfelt, wer Becher und Zahlenwürfel hat; alle anderen halten eine Maus an der Schnur und ziehen sie bei einer 1 oder 6 weg, während der Becherspieler Mäuse fängt. Jede Person beginnt mit 6 Chips; einen Chip abgeben muss, wessen Maus gefangen wird, wer ohne 1 oder 6 zieht, wer als Becherspieler nichts fängt und wer den Becher irrtümlich auf den Plan setzt. Für Jüngere gibt es eine Variante mit Farbwürfel, bei der zwei Farben die 1 und die 6 ersetzen.
Was Rezensionen sagen
Eine unabhängige Rezension ist zu Fang die Maus nicht verzeichnet. Auf der Verlagsseite von Noris stehen drei Kundenbewertungen. Das Spiel gilt darin als lustig für gross und klein und als eigentlich einfach verständlich. Eine Bewertung berichtet, der Doppelknoten einer Schnur habe sich gelöst und eine Maus sei beim Wegziehen einer Person an die Stirn geflogen; ansonsten sei es ein tolles Spiel.
Im Vergleich
Mikado (ab 4, 1 bis 6 Personen, ca. 15 Minuten) hat mit Fang die Maus die Altersangabe ab 4 sowie die Förderbereiche Feinmotorik und Impulskontrolle gemeinsam. Bei Mikado zieht man Stäbchen aus einem Haufen. Speedy Roll (ab 4, 1 bis 4 Personen, ca. 20 Minuten) ist ebenfalls ab 4 und teilt die Feinmotorik, führt aber Miteinander statt Impulskontrolle. Bei Speedy Roll rollt man reihum einen Fusselball über haftende Teile, wahlweise im Wettlauf oder kooperativ (dann flieht ein gemeinsamer Igel vor dem Fuchs). Fang die Maus passt zu Kindern ab 4 mit Lust auf Tempo, die Innehalten spielerisch üben möchten; Kindern, denen Hektik schnell zu viel wird, und Familien, die Taktik suchen, liegt es weniger.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Fang die Maus?
Fang die Maus ist ab 4 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, das abwarten kann, solange keine 1 oder 6 fällt, und mit Tempo und Trubel zurechtkommt. Wer sich im Trubel schnell überfordert fühlt oder Taktik und Planen sucht, ist mit anderen Spielen besser bedient.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 20 Minuten, und es spielen 3 bis 6 Personen gegeneinander. Eine Person ist die Katze mit dem Becher, die anderen halten je eine Maus an der Schnur; am Ende gewinnt, wer die meisten Chips behält.
Was kann Fang die Maus fördern?
Das Spiel kann Feinmotorik, Impulskontrolle sowie Wahrnehmung und Tempo fördern. Die Hand liegt bei jedem Wurf bereit, darf aber nur bei einer 1 oder 6 ziehen; wer bei anderen Zahlen zieht, verliert einen Chip. Auch die Katze übt, zu warten und zielgenau zu fangen.
Worauf ist beim Spielen zu achten?
In einer Kundenbewertung löste sich ein Schnurknoten, und eine Maus flog beim Wegziehen einer Person an die Stirn; sonst gilt das Spiel dort als tolles Spiel. Deshalb vor dem Spiel die Knoten prüfen und beim Ziehen Abstand halten.



