So spielt es sich
Vier beidseitig bedruckte Legetafeln zeigen Zirkusmotive, jedes neunmal in fast gleicher Form: Schaut der Clown nach links oder rechts, welches Hosenbein ist blau? Allein deckt das Kind Kärtchen auf und legt jedes auf das einzige exakt gleiche Bild. Zu mehreren hat jeder eine eigene Tafel; gespielt wird auf Zeit oder als Memo mit verdeckten Kärtchen. Wer zuerst fertig ist, gewinnt nicht automatisch: Es zählen die meisten richtigen Kärtchen. Eine Kontrollfolie zeigt am Ende, ob alles stimmt.
Was es fördern kann
Im Zentrum steht die visuelle Diskrimination: Kärtchen und Bild auf der Tafel werden Merkmal für Merkmal verglichen – Blickrichtung, Farbe, links und rechts –, denn der erste Eindruck täuscht. Das fordert selektive Aufmerksamkeit und Impulskontrolle: Wer vorschnell ablegt, riskiert Fehler, und nur richtige Kärtchen zählen. Auf Lage und Spiegelung zu achten, ist später auch beim Lesen gefragt, etwa bei b und d. Die Memo-Variante fordert zusätzlich das Gedächtnis.
Besonders geeignet für
- Kinder ab 4, die gern Details entdecken
- Ruhiges Alleinspiel mit eingebauter Selbstkontrolle
- Kinder, die gerade links und rechts lernen
Weniger geeignet für
- Familienrunden – für Erwachsene wenig Reiz
- Kinder, die Action oder Glück suchen
Unser Fazit
Differix passt zu Kindern ab 4, die gern Kleinigkeiten aufspüren; als ruhige Beschäftigung allein lässt es sich selbst kontrollieren. Die Stärke: Genaues Hinsehen wird geübt, und eine Folie zeigt am Schluss, ob alle Kärtchen sitzen. Grenzen setzen der geringe Reiz für Erwachsene und das Fehlen von Action und Glück.
So gelingt der Einstieg
- Mit dem Alleinspiel beginnen: Jedes Kärtchen passt zu genau einem Bild. Danach sind Zeitspiel oder Memo dran.
- Vor dem Zeitspiel festlegen, dass Richtigkeit vor Tempo geht: Gewonnen hat, wer am meisten korrekt gelegt hat.
- Sicheren Kindern schwerere Motive wie Frosch und Nilpferd anbieten.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Spielanleitung von Ravensburger (Nr. 24930) ist Differix ein Zuordnungs- und Legespiel für 1 bis 4 Personen von 4 bis 8 Jahren; Autorin ist Elisabeth Richter. Zum Material gehören laut Anleitung 4 Legetafeln, 36 Kärtchen und 1 Kontrollfolie; Tafeln und Kärtchen sind beidseitig bedruckt, neun Kärtchen gehören zu jeder Tafel. Allein deckt das Kind das oberste Kärtchen auf und legt es auf das einzige genau gleiche Bild; kontrolliert wird mit der Kontrollfolie. Beim Spiel auf Zeit wählt jedes Kind eine Tafel mit den passenden Kärtchen, alle legen gleichzeitig ab, und wer die meisten richtigen Kärtchen abgelegt hat, gewinnt. Die zweite Spielidee ist ein Memospiel für 2 bis 4 Kinder: Gehört das aufgedeckte Kärtchen zur eigenen Tafel, wird es abgelegt, sonst wieder umgedreht.
Was Rezensionen sagen
Zu Differix ist in den ausgewerteten Quellen keine unabhängige Rezension verzeichnet; ausgewertet sind Spielanleitung und Verlagsseite. Laut Verlagsseite ist Differix ein Suchspiel der Spezialserie «Spielend Neues Lernen». Ravensburger nennt Konzentration, genaue Wahrnehmung und überlegtes Handeln als Voraussetzungen auf dem Weg zur Schulfähigkeit. Kundenbewertungen zeigt die Verlagsseite nicht.
Im Vergleich
Foto Fish (ab 4, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Differix Alter, Dauer und den Förderbereich Wahrnehmung und Tempo und fordert visuelles Suchen und Verarbeitungstempo, dazu räumliches Denken. Foto Fish braucht mindestens zwei Personen, Differix lässt sich auch allein spielen. Dobble Kids (ab 4, 2 bis 5 Personen, ca. 10 Minuten) teilt mit Differix das Alter und den Förderbereich Wahrnehmung und Tempo und fordert visuelles Suchen, Verarbeitungstempo und Wortabruf. Differix passt zu Kindern ab 4, die gern Details entdecken, zum ruhigen Alleinspiel mit eingebauter Selbstkontrolle und zu Kindern, die gerade links und rechts lernen; Kindern, die Action oder Glück suchen, liegt es weniger, und für Erwachsene bietet es in Familienrunden wenig Reiz.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Differix?
Angegeben ist Differix ab 4 Jahren, die Anleitung nennt 4 bis 8 Jahre. Bereit ist ein Kind, wenn es gern Bilder auf winzige Abweichungen wie Blickrichtung oder Farbe prüft. Wer Action oder Glück sucht, ist hier weniger gut bedient.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 1 bis 4 Personen: Allein ordnet das Kind Kärtchen den Bildern zu, mit mehreren hat jede Person eine eigene Tafel, und es geht um Tempo oder um ein Aufdeckspiel wie Memo.
Was kann Differix fördern?
Das Spiel kann Wahrnehmung und Tempo fördern. Der erste Blick täuscht, deshalb vergleicht man Kärtchen und Bild Detail um Detail; wer zu schnell ablegt, macht Fehler. Auf Lage und Spiegelung zu achten, ist später auch beim Lesen gefragt.
Wie merkt das Kind, ob es richtig liegt?
Am Ende wird eine Folie über die Tafel gelegt: So sieht das Kind selbst, ob alles stimmt. Bei mehreren Kindern zählen nur korrekt gelegte Kärtchen, schnelles Fertigsein allein bringt nichts.



