So spielt es sich
Alle bekommen eine gelbe, rote und blaue Karte. Reihum werden drei Würfel geworfen: Der Farbwürfel zeigt eine Farbe, der Wortwürfel ein Farbwort auf farbigem Grund, der nur ablenkt. Nennen beide verschiedene Farben, werfen alle blitzschnell die Karte der fehlenden Farbe ab und rufen sie. Stimmen sie überein, gilt der Aktionswürfel: klatschen, trommeln, «Psst» rufen oder Arme hochreissen, ohne «Wow» zu rufen. Richtig reagieren bringt einen kleinen Chip, Fehler oder letzter Platz kosten einen. Wer zuerst drei grosse Chips (ein grosser = drei kleine) sammelt, gewinnt.
Was es fördern kann
Ähnlich wie im Stroop-Test stehen sich Wort und Farbe im Weg: Gezählt wird das Wort, doch die Hintergrundfarbe des Wortwürfels springt ins Auge und muss ausgeblendet werden. Bei jedem Wurf gilt entweder die Karten- oder die Aktionsregel – ein schneller Wechsel, der kognitive Flexibilität fordert. Die Arme hochzureissen, ohne «Wow» zu rufen, verlangt gezielte Impulskontrolle; in «Professional» zählt bei einem Kreis die Hintergrundfarbe statt des Wortes.
Besonders geeignet für
- Familien mit Kindern ab 10, die gern lachen
- Kinder, die schon flüssig lesen
- Kurze Runden unterwegs oder als Spieleabend-Auftakt
Weniger geeignet für
- Kinder, die noch mühsam lesen
- Runden, die über «Wer war Letzter?» streiten
Unser Fazit
Confusion lohnt sich für lachfreudige Familien, deren Kinder ab 10 flüssig lesen, als Reaktionsspiel für kurze Partien auf Reisen oder zum Aufwärmen am Spieleabend. Die Stärke: schnelle Reaktionen, bei denen Wort und Farbe einander in die Quere kommen. Grenzen setzen mühsames Lesen und Streit darüber, wer zuletzt reagiert hat.
So gelingt der Einstieg
- Vor der ersten Runde klären, dass der farbige Grund des Wortwürfels keine Rolle spielt: Er soll nur ablenken.
- Vorab vereinbaren, bei Streit über die letzte Reaktion nicht nachzuhaken, sondern locker weiterzuspielen.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Ravensburger ist Confusion ein Würfelspiel ab 10 Jahren für 2 bis 5 Personen mit einer Spielzeit von ca. 15 Minuten, erschienen in der Reihe «Die flotten Kleinen». Zum Inhalt gehören laut Verlag ein Farbwürfel, ein Wortwürfel, ein Aktionswürfel, 19 kleine und 19 grosse Chips sowie 15 Confusion-Karten in drei Farben. Laut Spielanleitung erhält jede Person eine gelbe, rote und blaue Karte; die Hintergrundfarben des Wortwürfels werden ignoriert und dienen nur der Irritation. Sind Farbe (Farbwürfel) und Wort (Wortwürfel) verschieden, wirft man die Karte der nicht gezeigten Farbe ab und ruft die Farbe; sind sie gleich, gilt der Aktionswürfel (klatschen, auf den Tisch trommeln, «Psst» rufen oder die Arme hochreissen, ohne «Wow» zu rufen). Bei der Variante «Confusion Professional» zählt bei einem Kreis auf dem Farbwürfel die Farbe des Wortwürfels statt des Wortes.
Was Rezensionen sagen
Eine unabhängige Rezension ist zu Confusion nicht verzeichnet. Ravensburger beschreibt Confusion als Reaktionsspiel, das von den Mitspielern Konzentration, Reaktion und Vergnügen am Chaos verlange. Die Spielanleitung räumt ein, dass sich in der Hektik nicht immer prüfen lässt, wer was wann getan hat, und rät, nicht zu verbissen zu spielen.
Im Vergleich
Ligretto (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 10 Minuten) fordert wie Confusion Wahrnehmung und Tempo, dazu die Feinmotorik; die Hand muss mitten in der Bewegung stoppen, wenn jemand schneller war. Unter Spannung (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Confusion die Bereiche Wahrnehmung und Tempo sowie Flexibilität; dazu kommt der Bereich Zahlen und Rechnen (Kopfrechnen, wofür sicheres Plus und Minus bis 10 vorausgesetzt wird). Ligretto und Unter Spannung liegen Kindern, die unter Zeitdruck blockieren, weniger. Confusion (ab 10, 2 bis 5 Personen, ca. 15 Minuten) hat als einziges der drei Spiele die Impulskontrolle unter den Förderbereichen und liegt Kindern, die schon flüssig lesen, mehr als solchen, die noch mühsam lesen.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Confusion?
Confusion ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es Farbwörter mühelos liest und blitzschnell reagiert, ohne sich vom Hintergrund ablenken zu lassen. Wer noch mühsam liest, ist hier weniger gut aufgehoben.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 2 bis 5 Personen gegeneinander. Das Spiel endet, sobald jemand drei grosse Chips hat; drei kleine Chips lassen sich gegen einen grossen tauschen.
Was kann Confusion fördern?
Das Spiel kann Wahrnehmung und Tempo, Impulskontrolle und Flexibilität fördern. Wie beim Stroop-Test stören sich Wort und Farbe, je nach Wurf zählt mal die Karten-, mal die Aktionsregel, und bei einer Aktion heisst es, die Arme zu heben und still zu bleiben.
Ist Confusion laut und hektisch?
Ja, es wird gerufen, geklatscht und auf den Tisch getrommelt, der Verlag spricht von Vergnügen am Chaos. Dass im Eifer nicht jeder Ablauf nachprüfbar ist, gibt auch die Anleitung zu und empfiehlt, das Spiel nicht zu verbissen zu nehmen.



